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Sperrfrist: 10. September 2003, 10 Uhr
Kassel, 10. September 2003

Dr. Wolfgang Kleinicke mit LWV-Ehrenplakette verabschiedet


Kassel/Haina (lwv): Dr. Wolfgang Kleinicke, der Pädagogische Leiter der Heilpädagogischen Einrichtung Haina, ist heute nach über 30-jähriger Tätigkeit beim Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) in einer Feierstunde aus dem aktiven Dienst verabschiedet worden. LWV-Landesdirektor Lutz Bauer dankte Kleinicke für seinen jahrzehntelangen beruflichen sowie ehrenamtlichen Einsatz und verlieh ihm für seine Verdienste um den Verband die LWV-Ehrenplakette in Silber. Neben der Verleihung der Ehrenplakette war die Feierstunde mit Kollegen und Weggefährten Kleinickes geprägt vom Festvortrag Professor Dr. Dr. Klaus Dörners.

Wolfgang Kleinicke, im September 1942 geboren, studierte zunächst Bauingenieurwesen, bevor er 1965 an der Universität Köln das Studium der Psychologie aufnahm. Seine berufliche Laufbahn begann der Diplom-Psychologe 1970 für fast zwei Jahre als Leiter der Abteilung Psychologie am Institut für Psychologie des Kreises Köln. Danach war er zunächst als selbstständiger Beratender Psychologe tätig, bevor er im März 1973 seinen Dienst im Psychiatrischen Krankenhaus, dem heutigen Zentrum für Soziale Psychiatrie Haina, antrat. Dort arbeitete Kleinicke, der 1975 zum Doktor der Philosophie promovierte, im Suchtkrankenbereich. Als dieser selbstständige Bereich aufgelöst wurde, übertrug man Kleinicke, der mittlerweile die Weiterbildung zum Fachpsychologen für klinische Psychologie erworben hatte, 1975 den Aufbau einer Abteilung für geistig behinderte Patienten. Dieser Sektor wurde zuerst in einen fachlich eigenständigen Funktionsbereich umgewandelt und mündete später in die organisatorisch selbstständige Heilpädagogische Einrichtung. Sowohl den Funktionsbereich als auch die Heilpädagogische Einrichtung leitete Kleinicke. So bestimmte Dr. Wolfgang Kleinicke von Beginn an die Entwicklung der Hilfen für Menschen mit geistiger Behinderung in Haina und die Integration dieser Menschen in die Region maßgeblich mit. Sein Schwerpunkt lag dabei auf dem Aufbau von Außenwohngruppen für Menschen mit geistiger Behinderung, um so Lebensverhältnisse zu schaffen, die soweit wie möglich dem Normalisierungsprinzip entsprechen und zur Verwirklichung von Teilhabe und Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft beitragen. Daneben, so betonte Landesdirektor Lutz Bauer, gebühre Kleinicke besonderer Dank für sein nebenberufliches Engagement im LWV. Er wirkte in der Krankenpflegeschule, bei der Auswahl des Nachwuchses für die Verwaltung und als Sprecher der Leitungen aller Heilpädagogischen Einrichtungen des LWV.