Kassel, 13. Oktober 2003
Forensische Klinik Hanau nimmt Betrieb auf
Kassel/Hanau (lwv): Die Klinik für forensische Psychiatrie Hanau nimmt in dieser Woche ihren Betrieb in den Räumen der früheren Zweiganstalt Hanau der Justizvollzugsanstalt Frankfurt mit 15 Plätzen auf. Nachdem die Bauarbeiten des ersten Bauabschnittes abgeschlossen sind, werden ab heute Patienten aus der forensischen Klinik Gießen nach Hanau verlegt. Dazu hat das LWV-eigene Zentrum für Soziale Psychiatrie (ZSP) Mittlere Lahn – die forensische Klinik wird als Betriebszweig dieses ZSP geführt – in der vergangenen Woche einen Mietvertrag mit dem Land Hessen abgeschlossen.
Zum Aufbau und zum Betrieb der Klinik habe der LWV mit der Stadt Hanau eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der sich der LWV verpflichte, die Klinik als geschlossene und gesicherte Einrichtung zu betreiben, hob LWV-Landesdirektor Lutz Bauer heute in Kassel hervor.
Die Kapazität der Klinik werde auf maximal 45 Plätze beschränkt. Die Vereinbarung sehe außerdem vor, dass keine Vollzugslockerungen, also auch keine begleiteten und unbegleiteten Freigänge, stattfänden. Des Weiteren werde der LWV in Abstimmung mit der Stadt Hanau den Forensikbeirat für November erstmals einberufen. Der Beirat, der dann die Arbeit der Klinik begleiten soll, werde mit Personen besetzt, die von der Hanauer Stadtverordnetenversammlung benannt wurden.
Bauer zeigte sich erleichtert darüber, dass durch die Belegung der Hanauer Klinik in Gießen dringend benötigte Therapieplätze neu vergeben werden könnten. „So können wir die sehr erfolgreiche Therapie in Gießen unter etwas verbesserten Bedingungen fortsetzen", sagte der LWV-Chef, betonte aber erneut den Bedarf zusätzlicher Kapazitäten für die forensische Psychiatrie in Hessen.








