Sperrfrist: 5. Dezember 2003, 11 Uhr
Kassel, 5. Dezember 2003
Uwe Brückmann und Dieter Brosey informieren sich in Werraland-Werkstätten
Kassel/Eschwege (lwv): Der Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV), Uwe Brückmann, und der Landrat des Werra-Meißner-Kreises, Dieter Brosey, besuchten heute gemeinsam die Werraland-Werkstätten für Behinderte e. V. in Eschwege. Die Werraland-Werkstätten sind ein anerkannter Partner des LWV bei der Betreuung geistig behinderter Menschen im Werra-Meißner-Kreis. Im Anschluss an eine Besichtigung verschie-dener Einrichtungsteile diskutierten Uwe Brückmann und Dieter Brosey mit dem Geschäftsführer der Werraland-Werkstätten, Gerd Hoßbach, und Vorstandsmitgliedern über notwendige Entwicklungen und Perspektiven für die Zukunft von Behinderteneinrichtungen. "Die Werraland-Werkstätten haben die Chance genutzt, alternative Entwicklungen im Wohn- und Beschäftigungsbereich für behinderte Menschen aufzugreifen. So verfügen sie heute über differenzierte Wohn- und Betreuungsangebote, die den unterschiedlichen Hilfebedarfen der Menschen mit geistiger Behinderung in der Region gerecht werden und dabei die größtmögliche Selbstständigkeit der behinderten Menschen gewährleisten", so Erster Beigeordneter Uwe Brückmann.
Die Werraland-Werkstätten für Behinderte e. V. unterhalten 240 Werkstattplätze für Menschen mit geistiger Behinderung. Zudem sind sie Träger von drei Wohnangeboten mit 116 stationären Plätzen sowie von 30 Plätzen im Betreuten Wohnen. Zudem bieten die Werraland-Werkstätten einen Familienentlastenden Dienst an. Die laufenden Kosten dieser Angebote werden überwiegend vom LWV finanziert.
Die Werraland-Werkstätten zeichnen sich durch ein hohes Engagement bei der Schaffung alternativer Wohn- und Betreuungsangebote aus. So beschäftigen sie eine Fachkraft für berufliche Integration (FBI) mit halber Stelle, die durch gezielte Maßnahmen die berufliche Eingliederung behinderter Werkstattmitarbeiter auf den ersten Arbeitsmarkt fördert. Außerdem haben die Werraland-Werkstätten gemeinsam mit Unternehmen der freien Wirtschaft zwei sog. Integrationsunternehmen, die WeBeG (Werraland-Beschäftigungs-Gesellschaft) und die BeGe (BeGe Metall GmbH) gegründet. Die Unternehmen, die 2001 und 2002 ins Leben gerufen wurden, werden beide vom LWV-Integrationsamt finanziell unterstützt.
Auch im Bereich der Wohnangebote beschreiten die Werraland-Werkstätten neue Wege. So ist geplant, einige Plätze einer stationären Wohneinrichtung zu reduzieren und durch ein Angebot des "Intensiv Betreuten Wohnens" im Rahmen des Gesamtkonzeptes "Wohnen im Verbund" zu nutzen. Damit wird eine weitere Differenzierung der Angebote für Menschen mit geistiger Behinderung im Bereich Wohnen im Werra-Meißner-Kreis sichergestellt.








