Landeswohlfahrtsverband HessenLogo Landeswohlfahrtsverband Hessen
Home Newsletter Kontakt Links Impressum Sitemap Textversion

|
Schriftgröße A | A | A
Home >> Presse >> Pressearchiv Pressearchiv
Sperrfrist: 19. Dezember 2003, 14 Uhr
Kassel, 19. Dezember 2003

Künftig mehr Werkstattplätze im Landkreis Limburg-Weilburg
– LWV fördert Bauvorhaben der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg e. V. in Löhnberg



Kassel/Löhnberg (lwv): Als „sinnvolles und notwendiges Projekt zur beruflichen Integration geistig behinderter Menschen im Landkreis Limburg-Weilburg“ hat heute LWV-Landesdirektor Lutz Bauer die von der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg e. V. geplante Errichtung einer Werkstatt für geistig behinderte Menschen in Löhnberg gelobt. Durch den neuen Standort in Löhnberg könne die Überbelegung in der Hauptwerkstatt in Braunfels abgebaut werden, zudem verringerten sich die Fahrzeiten für viele Mitarbeiter/innen, die künftig in Löhnberg arbeiten werden. Bei einem Termin vor Ort übergab der LWV-Chef unter Teilnahme von Landrat Dr. Karl Ihmels einen Bewilligungsbescheid über 786.000 € an Gerhard Geis, den Ersten Vorsitzenden des Vereins. Das aus der Ausgleichsabgabe stammende Geld stellt der LWV für den Neubau der Werkstatt zur Verfügung, die künftig 60 Arbeitsplätze für Menschen mit einer geistigen Behinderung im östlichen Teil des Landkreises Limburg-Weilburg bereitstellen soll.

Bauer unterstrich bei der Bescheidübergabe die gute Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg, die in den benachbarten Landkreisen Lahn-Dill und Limburg-Weilburg vielfältige Angebote für Menschen mit Behinderungen bereithalte. In den drei Sparten Wohnheim, Werkstätten und dem Betreuten Wohnen verfüge die Lebenshilfe gegenwärtig über 629 anerkannte Plätze zum Wohnen und Arbeiten für Menschen mit geistigen Behinderungen. Alle Einrichtungen seien nach den Qualitätsnormen der ISO 9000 zertifiziert.

Für die Errichtung einer neuen Werkstatt für Menschen mit geistigen Behinderungen in Löhnberg hat die Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg bereits ein Grundstück in Löhnberg erworben. Von den 60 Arbeitsplätzen werden 30 neu geschaffen, 30 sind als Ersatzarbeitsplätze für den Hauptstandort Braunfels vorgesehen, da dort aus bautechnischen Gründen künftig Arbeitsplätze entfallen. In der neuen Werkstatt werden künftig für bis zu 20 Bewohner der Heilpädagogischen Einrichtung Weilmünster Plätze im Rahmen der beruflichen Rehabilitation angeboten. Diese Menschen nahmen bisher lediglich an Arbeitstherapieangeboten des Klinikums Weilmünster teil. In den Werkstätten der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg sind die Mitarbeiter vor allem in den Bereichen Metall- und Holzverarbeitung, Kabelkonfektionierung, Pulverbeschichtung, Landschaftspflege sowie Küchen- und Wäschereidienste tätig. In Löhnberg sollen künftig Schwerpunkte in der Metallbearbeitung und der Montage liegen.

Der Investitionsumfang für die Werkstattumbauten beträgt insgesamt voraussichtlich rd. 2,86 Mio. €. An der Finanzierung beteiligen sich neben dem LWV auch das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung und das Hessische Sozialministerium. Die Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg e. V. komplettiert die Finanzierung mit einem Eigenanteil. Der Finanzierungsanteil des LWV wird zum Teil als Zuschuss und zum Teil als Darlehen gewährt.

„Das heute geförderte Vorhaben ist natürlich nicht das einzige Projekt, welches wir mit Mitteln der Ausgleichsabgabe im Landkreis Limburg-Weilburg unterstützen" sagte Bauer und wies darauf hin, dass seit 1987, einschließlich der nun geförderten Maßnahme, rund 4,3 Mio. € in Vorhaben in den Landkreis Limburg-Weilburg flossen (Gesamtinvestitionssumme rund 11,5 Mio. €). Mit diesen Mitteln wurden Vorhaben verschiedener Einrichtungsträger gefördert. Aus Mitteln der Ausgleichsabgabe werden Angebote für berufstätige Behinderte gefördert – dazu gehören neben Werkstätten wie der künftigen in Löhnberg und Wohnstätten für behinderte Menschen vorrangig die Ausstattung und die Schaffung neuer behindertengerechter Arbeitsplätze in privaten und öffentlichen Unternehmen.