Sperrfrist: 26. März 2003, 14 Uhr
Kassel, 26. März 2003
Biomasse-Heizwerk im ZSP Philippshospital offiziell in Betrieb genommen
LWV baut umweltfreundliche Energieversorgung aus
Kassel/Riedstadt (lwv): Der Hessische Minister für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten, Wilhelm Dietzel, und LWV-Landesdirektor Lutz Bauer nahmen heute gemeinsam die Biomasse-Heizanlage im Zentrum für Soziale Psychiatrie Philippshospital in Riedstadt offiziell in Betrieb. „Mit dieser Holzhackschnitzel-Feuerungsanlage wird in Riedstadt der zur Tradition gereiften ökologischen Energieversorgung ein weiterer Baustein hinzugefügt. Sie verdient es, als Beispiel gebendes Engagement in der Region hervorgehoben und Ernst genommen zu werden“, so LWV-Landesdirektor Lutz Bauer.
Das Krankenhaus des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen mit seinen sozialen Einrichtungen in Riedstadt hat bereits bei der Kraft-Wärme-Kopplung bemerkenswerte Erfolge vorzuweisen. Diese nachhaltige Energieversorgung wird jetzt mit einer Holzhackschnitzel-Heizanlage weiter ausgebaut. In Riedstadt werden mit der Erzeugung von Wärme (mittels Dampferzeugung) durch das Verbrennen von Holz anstatt Gas mehrere positive Effekte erzielt. Zum Einen wird der Ausstoß von CO2 um voraussichtlich 2.000 Tonnen verringert, weil bei der Verbrennung von Biomasse nur soviel CO2 abgegeben wird, wie während des Baumwachstums aufgenommen wurde. Mit anderen Worten: Es fällt keine größere CO2-Menge bei der Verwertung an, als dies bei der Verrottung im Wald geschieht. Bei den herkömmlichen fossilen Brennstoffen wie Gas und Öl hingegen wird zusätzliches CO2 in die Atmosphäre abgegeben. Hinzu kommt, dass mit der Verwendung von Biomasse – hier Holz – ein nachwachsender Brennstoff aus der Region verwendet wird. Damit entfallen auch lange Transportwege, und die Wertschöpfung erfolgt in der Region selbst. Zudem werden die knappen und wertvollen fossilen Vorräte auf diese Weise geschont. Damit verbunden sind deshalb auch Aspekte der Wald- und Landschaftspflege sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region. Ein weiterer ganz wesentlicher Aspekt liegt in der Wirtschaftlichkeit der Nutzung. Da die Brennstoffkosten für die Biomasse nur etwa 50 % der Gaskosten betragen, wird in Riedstadt auch ein aus betriebswirtschaftlicher Sicht höchst zufriedenstellendes Ergebnis erwartet. Die Kosten für den Bau der Biomasse-Heizanlage belaufen sich auf rd. 1,15 Mio. €. Neben Eigenmitteln des ZSP Philippshospital und einem Trägerzuschuss des LWV ist das Land Hessen mit Fördermitteln in Höhe von rd. 255.600 € beteiligt.
Mit diesem neuen Biomasse-Heizwerk in Riedstadt verfügen die LWV-Einrichtungen dann neben den Standorten Bad Emstal-Merxhausen, Haina und Marburg über bereits vier solcher umweltfreundlichen Heizanlagen.








