Landeswohlfahrtsverband HessenLogo Landeswohlfahrtsverband Hessen
Home Newsletter Kontakt Links Impressum Sitemap Textversion

|
Schriftgröße A | A | A
Home >> Presse >> Pressearchiv Pressearchiv
Sperrfrist: 31. März 2003, 17 Uhr
Kassel, 31. März 2003

Biomasse-Heizwerk im ZSP Mittlere Lahn offiziell in Betrieb genommen LWV baut umweltfreundliche Energieversorgung aus


Kassel/Marburg (lwv): Der Hessische Minister für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten, Wilhelm Dietzel, und der Erste Beigeordnete des LWV, Lutz Klein, nahmen heute gemeinsam die Biomasse-Heizanlage im Zentrum für Soziale Psychiatrie Mittlere Lahn, Standort Marburg, in Betrieb. „Mit dieser – bereits prämierten – Holzhackschnitzel-Feuerungsanlage weihen wir die Vierte LWV-weit ein und leisten damit einen nicht unerheblichen Beitrag zur CO2-Minderung im Sinne des Kyoto-Abkommens", so der Erste Beigeordnete Lutz Klein.

Die heute in Marburg eingeweihte Biomasse-Heizanlage wird 28 Gebäude des ZSP mit Wärme versorgen. Sie deckt insgesamt 70 % des Energiebedarfs ab. Die Anlage fand bereits die Beachtung des Hessischen Umweltministeriums. Im Rahmen des Wettbewerbs
„Energieland Hessen" wurde sie als zukunftsweisendes Projekt besonders ausgezeichnet. In Marburg werden mit der Erzeugung von Wärme durch das Verbrennen von Holz anstatt Heizöl mehrere positive Effekte erzielt. Zum Einen wird der Ausstoß von CO2 um voraussichtlich 2.000 Tonnen verringert, weil bei der Verbrennung von Biomasse nur soviel CO2 abgegeben wird, wie während des Wachstums aufgenommen wurde. Mit anderen Worten: Es fällt keine größere CO2-Menge bei der Verwertung an, als dies bei der Verrottung im Wald geschehe. Bei den herkömmlichen fossilen Brennstoffen wie Gas und Öl hingegen wird zusätzliches CO2 in die Atmosphäre abgegeben. Hinzu kommt, dass mit der Verwendung von Biomasse – hier Holz – ein nachwachsender Brennstoff aus der Region verwendet wird. Damit entfallen auch lange Transportwege, und die Wertschöpfung erfolgt in der Region selbst. Zudem werden die knappen und wertvollen fossilen Vorräte geschont. Damit verbunden sind so auch Aspekte der Wald- und Landschaftspflege sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region.

Ein weiterer ganz wesentlicher Aspekt liegt in der Wirtschaftlichkeit der Nutzung. Da die Brennstoffkosten für die Biomasse nur etwa 50 % der Heizölkosten betragen, wird in Marburg auch ein aus betriebswirtschaftlicher Sicht zufriedenstellendes Ergebnis erwartet.

Die Kosten für den Bau der Biomasse-Heizanlage belaufen sich auf rd. 920.000 €. Neben Eigenmitteln des ZSP ist das Land Hessen mit Fördermitteln in Höhe von rd. 255.600 € beteiligt.

Neben diesem neuen Biomasse-Heizwerk in Marburg verfügen die LWV-Einrichtungen dann an den Standorten Bad Emstal-Merxhausen, Haina und Riedstadt über solche umweltfreundlichen Heizanlagen.