Kassel, 17. Juni 2003
Kooperationsvereinbarung abgeschlossen – Sie soll künftig Versorgung von psychisch kranken und seelisch behinderten Menschen im Schwalm-Eder-Kreis verbessern
Kassel/Homberg (Efze) (lwv): Durch intensivierte Abstimmung und verbindliche Zusammenarbeit der verschiedenen Leistungserbringer und Kostenträger soll die Versorgung von psychisch kranken und seelisch behinderten Menschen im Schwalm-Eder-Kreis verbessert werden. Dazu haben heute Winfried Becker, Erster Beigeordneter des Schwalm-Eder-Kreises, und LWV-Landesdirektor Lutz Bauer gemeinsam mit weiteren Partnern eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Danach wird der Schwalm-Eder-Kreis eine Regionalkonferenz einrichten sowie einen Psychiatriekoordinator berufen. Becker und Bauer unterstrichen bei der Vertragsunterzeichnung, dass die Vereinbarung künftig die Qualität der ambulanten, teilstationären und stationären Versorgung von Menschen, die psychisch erkrankt sind oder denen eine solche Erkrankung droht, erhöhen werde, da die Zusammenarbeit gestärkt werde.
„Die Vereinbarung hat die folgenden wichtigen Aufgaben zum Ziel: Sie soll den kreisweiten Bedarf an Behandlungs- und Betreuungsplätzen ermitteln und die vorhandenen Kapazitäten, auch die jeweils freien Plätze, miteinander abstimmen. Hier hat es in der Vergangenheit durchaus Abstimmungsprobleme gegeben. Auch soll sich die Regionalkonferenz auf einheitliche Standards – ohne Kostenausweitung - bei den verschiedenen Leistungserbringern verständigen und das Leistungsangebot optimieren", umriss Landesdirektor Bauer Inhalt und Ziel der Kooperationsvereinbarung.
Konkret geht es um derzeit insgesamt 378 Plätze in Werkstätten, Tagesstätten, in Wohnheimen und im Betreuten Wohnen sowie um die Beratungsangebote in den Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen, die von einer großen Zahl von Menschen, die eine teilstationäre oder stationäre Betreuung nicht oder nicht mehr benötigen, genutzt werden.
Der vom Schwalm-Eder-Kreis berufene Psychiatriekoordinator übernimmt die Geschäftsführung für die Regionalkonferenz und die Belegungskonferenz. Letztere soll die Belegung der Einrichtungen im Kreisgebiet steuern. Neben dem Schwalm-Eder-Kreis und dem LWV Hessen unterzeichneten das Hessische Diakoniezentrum Hephata in Schwalmstadt, die Psychosozialen Zentren Schwalm-Eder-Nord und –Süd, die beiden Zentren für Soziale Psychiatrie in Haina und Bad Emstal sowie die Wohn- und Therapieeinrichtung Bischoff in Neukirchen die Vereinbarung. Der Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises wie auch der Verwaltungsausschuss des LWV hatten dem Abschluss der Vereinbarung im Vorfeld bereits zugestimmt. Sie tritt sofort in Kraft.








