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Integrierte Teilhabeplanung


"Ich weiß selbst, was gut für mich ist!"

Eine Information in leichter Sprache





Was bedeutet die Integrierte Teilhabe-Planung?

Integrierte Teilhabe-Planung ist ein schwieriger Name für eine gute Idee. Die Idee wird gerade an drei Orten in Hessen ausprobiert.

Es bedeutet, dass Sie in Ihrem Leben noch mehr selbst entscheiden können. Denn Sie wissen selbst, was gut für Sie ist!

Es bedeutet auch, Sie können so viele Dinge wie möglich allein machen.

Aber vielleicht gibt es Dinge, die Sie nicht allein können.
Dabei sollen Sie auch weiterhin unterstützt werden.
Und Sie können auch mit entscheiden, wer Ihnen helfen soll.

Ihre Wünsche und Ziele werden mit der Integrierten Teilhabe-Planung noch mehr berücksichtigt.


Führen Sie ein selbstständiges Leben!


Und wie geht das?

Gemeinsam mit Ihrer Betreuungs-Person überlegen Sie,

  • welche Wünsche und Ziele Sie haben,

  • wobei Sie Unterstützung brauchen,

  • wie viel Unterstützung Sie brauchen,

  • wer Sie unterstützen soll.


Ihre Betreuungs-Person schreibt das auf. Das nennt man eine Integrierte Teilhabe-Planung.

Wenn Sie dann damit einverstanden sind, unterschreiben Sie oder Ihr gesetzlicher Betreuer die Integrierte Teilhabe-Planung.


Ein Beispiel:

Frau S. möchte mit Ihrem Partner zusammen ziehen. Beide brauchen eine größere Wohnung.

Es gibt viele Dinge zu erledigen:
  • Eine neue Wohnung muss gesucht werden.

  • Die Wohnung muss gestrichen werden.

  • Die Möbel müssen in die neue Wohnung gebracht und andere Dinge erledigt werden.


Frau S. muss auch mit Behörden reden:
Sie muss zum Beispiel sagen, dass Sie an einen anderen Ort zieht.

Frau S. hat in Ihrer Integrierten Teilhabe-Planung festgehalten, von wem sie unterstützt werden möchte.
Frau S. hat Herrn P. ausgewählt.
Herr P. hilft Frau S. bei den Dingen mit dem Umzug.
Er begleitet Frau S. auch zu den Behörden, wenn sie das möchte.


Was passiert dann mit der ausgefüllten Integrierten Teilhabe-Planung?

Die Integrierte Teilhabe-Planung wird dann in einer Hilfeplan-Konferenz besprochen. Eine Hilfeplan-Konferenz ist ein Treffen von Fachleuten.
Sie können daran teilnehmen, wenn Sie möchten.
Denn Sie wissen selbst, was gut für Sie ist!

Zu der Konferenz können Sie eine Person mitbringen, der Sie vertrauen.
Die Person kann Ihnen helfen, Ihre Wünsche und Ziele zu sagen.

Danach gilt die Integrierte Teilhabe- Planung für eine verabredete Zeit. Zum Beispiel für ein Jahr.

Nach dieser Zeit wird mit Ihnen darüber gesprochen, ob sich seit der letzten Teilhabe-Planung etwas verändert hat. Vielleicht brauchen Sie dann mehr oder weniger Unterstützung.
Vielleicht haben sich aber auch Ihre Wünsche oder Ziele verändert.

Dann wird mit Ihnen eine neue Teilhabe- Planung gemacht.


Wo gibt es die Integrierte Teilhabe-Planung?

Es gibt sie im
Landkreis Fulda,
im Werra-Meißner-Kreis und
in der Stadt Wiesbaden.

Hier wird probiert, wie die Integrierte Teilhabe-Planung klappt. Dinge, die gut klappen, werden aufgeschrieben. Auch Dinge, die nicht so gut klappen, werden aufgeschrieben. Für die Dinge, die nicht so gut klappen, suchen wir Lösungen.


Wer ist an der Integrierten Teilhabe-Planung beteiligt?

  • Der Landes-Wohlfahrts-Verband Hessen,


  • örtliche Sozial-Hilfe-Träger (Land-Kreis Fulda und Werra-Meißner-Kreis),


  • Dienste und Einrichtungen der Behinderten-Hilfe im Land-Kreis Fulda und im Werra-Meißner-Kreis.


Dienste und Einrichtungen sind für die Region Fulda:

  • AIDS-Hilfe Fulda e.V.

  • Caritasverband für die Diözese Fulda e.V.

  • Caritasverband für Stadt und Landkreis Fulda

  • Diakoniezentrum für psychisch Kranke in Fulda gGmbH

  • Mediana Unternehmensgruppe, Quartier Josefsgarten

  • Sozialdienst katholischer Frauen e.V., Fulda

  • St. Antoniusheim gGmbH

  • Tanner Diakoniezentrum gemeinnützige GmbH

  • Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V.

  • WABe gGmbH



Dienste und Einrichtungen sind für die Region Werra-
Meißner-Kreis:

  • AUFWIND Verein für seelische Gesundheit e.V.

  • Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V.

  • Lichtenau e.V.

  • Kreiskrankenhaus Eschwege GmbH






Der Landes-Wohlfahrts-Verband Hessen

Der Landes-Wohlfahrts-Verband Hessen heißt auch LWV.

Der LWV sagt, behinderte Menschen sollen leben können wie Menschen ohne Behinderung.

Der LWV sorgt dafür, dass behinderte und kranke Menschen in Hessen wichtige Hilfen bekommen.
Er bezahlt auch viele Angebote, die kranke und behinderte Menschen unterstützen.
Der LWV kümmert sich um Unterstützung beim Wohnen und bei der Arbeit.

Zum LWV gehören Schulen für kranke und behinderte Kinder.

Zum LWV gehört auch die Vitos GmbH.
Die Vitos GmbH ist eine Einrichtung mit vielen Krankenhäusern und Heimen.

Der LWV hat Büros in Kassel, Darmstadt und Wiesbaden.





IMPRESSUM:

Herausgeber:
Landes-Wohlfahrts-Verband Hessen
Dezernat Leistungen SGB und KOF
Ständeplatz 6-10, 34117 Kassel

Internet:
www.lwv-hessen.de

Text, Gestaltung:
Christa Schelbert, Angela Mall, Carmen Vaupel (LWV Hessen)
Zeichnungen: Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e.V.

Druck:
Druckerei des LWV Hessen

Stand:
Oktober 2009