Die Weiterentwicklung der Gemeindepsychiatrie in Hessen erhält weitere Schubkraft durch die Vernetzung der psychiatrischen Versorgungsangebote des LWV als Krankenhausträger mit den komplementären Betreuungsangeboten freier Träger in den Gemeinden. Diese außerklinischen Angebote sind vielerorts unter dem Dach Psychosozialer Zentren vereint.
Die zentralen Bausteine eines Psychosozialen Zentrums sind mit Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen als "Kernstücken", Tagesstätten für seelisch Behinderte und Betreute Wohnplätze. Sie werden durch freie Träger, örtliche Sozialhilfeträger, das Land Hessen und den Landeswohlfahrtsverband finanziert. Der LWV ist hessenweit mit Abstand der größte Finanzier der Leistungen Psychosozialer Zentren.
Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen
48 Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen in Hessen - zum Teil unter dem Dach Psychosozialer Zentren - erhielten vom Landeswohlfahrtsverband Hessen im Jahr 2006 Zuschüsse in Höhe von insgesamt rd. 2,19 Mio. Euro.
Tagesstätten für seelisch Behinderte
75 Tagesstätten mit 1.633 Plätzen ebneten im Jahr 2006 psychisch kranken und seelisch behinderten Menschen nach oft jahrelangem Psychiatrieaufenthalt wieder den Weg in den Alltag. Der LWV finanzierte die Tagesstätten für seelisch Behinderte in Hessen mit 19,20 Mio. Euro.
Betreutes Wohnen für behinderte Menschen
2006 zahlte der Landeswohlfahrtsverband für die psychosoziale Betreuung von kranken und behinderten Männern und Frauen im Betreuten Wohnen 57,61 Mio. Euro. Hessen liegt damit bei den Flächenländern an der Spitze beim Ausbau dieses Betreuungsangebotes.
Daneben finanzierte der LWV im Jahr 2006 mit insgesamt 532,44 Mio. Euro weitere Wohnformen für kranke und behinderte Menschen - so auch für seelisch Behinderte -, z. B. in Heilpädagogischen Einrichtungen, Wohnheimen und Außenwohngruppen.
Publikationen