Newsletter vom 19.12.2007
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
im Folgenden übersenden wir Ihnen heute den Newsletter Betreutes Wohnen des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen für das vierte Quartal 2007. Wir haben eine Reihe von Themen aufgenommen, von denen wir hoffen, dass diese Ihr Interesse finden.
Um Ihnen den Zugang zu älteren Ausgaben der Newsletter zu ermöglichen, wurde auf der Internetseite des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen ein Archiv angelegt.
Haben Sie zusätzliche Informationen zum Betreuten Wohnen, die für andere interessant sein könnten? Wünsche, Anregungen und Fragestellungen zum Newsletter nehmen wir gerne entgegen. Senden Sie eine E-Mail an walter.horstmann-cholibois@lwv-hessen.de. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes und erfolgreiches Jahr 2008.
Ihre
Newsletter-Redaktion
Inhalt:
Programm Job 4000
Rechtsanspruch auf das
Trägerübergreifende Persönliche Budget
Internetpräsentation der Leistungsanbieter zum Betreuten Wohnen
Erfahrungsbericht aus dem Betreuten Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung
Die Soziale Landkarte des Zielgruppenmanagements 207
Veröffentlichungen
Häufig gestellte Fragen
Programm Job 4000
Zwischen dem Landeswohlfahrtsverband Hessen, dem Hessischen Sozialministerium und der Bundesagentur für Arbeit (BA) - Regionaldirektion Frankfurt - wurde zur Durchführung des Bundesprogramms Job 4000 eine Verfahrensabsprache getroffen. Die Regionaldirektion der BA und der LWV Hessen informierten am 04.10.2007 die Agenturen für Arbeit und die Hessischen Integrationsfachdienste über den Programmstart.
Mit dem Bundesarbeitsmarktprogramm Job 4000wird das Ziel verfolgt, für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen neue Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und die berufliche Integration zu verbessern.
In Hessen sollen in den Jahren 2007 - 2009 zusätzlich 317 schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler im Übergang von der Schule in den allgemeinen Arbeitsmarkt durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Integrationsfachdienste begleitet und unterstützt werden. Für diesen Schwerpunkt des Programms stellt das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung den Integrationsfachdiensten 950.650,00 Euro zur Verfügung. Im gleichen Zeitraum sollen 85 neue Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (davon jährlich 10 für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus WfbM) und 42 neue Ausbildungsplätze geschaffen werden. Hierfür stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales 1.690.043,00 Euro der Bundesanstalt für Arbeit zur Verfügung. Für diese beiden Programmteile erfolgt eine Komplementärfinanzierung in der Höhe von ebenfalls 1.690.043,00 Euro aus Mitteln des Integrationsamtes im Rahmen des Hessischen Schwerbehindertenprogramms 4 .
Am Programm Interessierte können sich unter anderem an die Integrationsfachdienste in Hessen wenden. Weitere Informationen zum Programm Job 4000 können unter den folgenden Internetadressen abgerufen werden: www.integrationsaemter.de und www.bmas.de
Rechtsanspruch auf das Trägerübergreifende Persönliche Budget
Mit Beginn des neuen Jahres ist es soweit: Auf das Trägerübergreifende Persönliche Budget besteht ein Rechtsanspruch. Mit dem Persönlichen Budget gibt der Gesetzgeber Menschen mit Behinderung und von Behinderung bedrohten Menschen die Möglichkeit, ihren Bedarf an Rehabilitations- und Teilhabeleistungen in eigener Verantwortung und Gestaltung mit Hilfe eines monatlich ausgezahlten Geldbetrages (Budget) zu decken. Das heißt, Menschen mit einer Behinderung können eigenverantwortlich bestimmen, in welcher Form und von wem sie Leistungen erbringen lassen. Über die Verwendung der Geldleistung kann der Budgetnehmer auf der Basis einer Zielvereinbarung frei verfügen.
Die dreieinhalbjährige Erprobungsphase (Laufzeit: 01.07.04 bis 31.12.07) wurde wissenschaftlich begleitet. Die Erfahrungen werden nun in die konkrete Praxis der Umsetzung des Rechtsanspruches einfließen. Wer die Eignung der Leistungsform für sich selbst überprüfen oder einen Antrag stellen möchte und dazu Informationen benötigt, kann sich an die verschiedenen Rehabilitationsträger wenden. Weitere Möglichkeiten bestehen durch die Servicestellen der Rehabilitationsträger, Selbsthilfeverbände und Verbände der Wohlfahrtspflege.
Weitergehende Informationen können auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen abgerufen werden. Dort ist auch ein Diskussionsforum zu dem Thema eingerichtet. Hier kann mit dem Landeswohlfahrtsverband Hessen oder anderen Teilnehmern diskutiert werden.
Internetpräsentation der Leistungsanbieter zum Betreuten Wohnen
Das Internet ist inzwischen eine der am häufigsten genutzten Informationsquellen. Menschen mit Behinderung bzw. ihre Angehörigen und gesetzlichen Betreuer greifen bei der Suche nach einem adäquaten Wohnangebot verstärkt auf dieses Medium zurück. In der Sozialen Landkarte werden nicht nur die Kontaktdaten, sondern - soweit bekannt - auch die Internetadressen der Leistungserbringer des Betreuten Wohnens aufgenommen. Eine Zielsetzung ist, den Nutzern der Sozialen Landkarte Informationen und Adressen möglicher Leistungsanbieter in der jeweiligen Region auf diesem Weg zur Verfügung zu stellen. Am Betreuten Wohnen Interessierte werden so auch auf Internetseiten von Leistungsanbietern hingeführt.
Umso wichtiger ist es, dass hier Informationen zur Verfügung stehen, von denen sich die unterschiedlichen Zielgruppen angesprochen fühlen. Daneben sollten die Informationen (zum Beispiel Ansprechpartner) auf unkompliziertem Weg abrufbar sein, aktuell und weitestgehend barrierefrei für Menschen mit Behinderung zur Verfügung stehen.
Ein Informationsblatt Einfach machen: Barrierefreie Web-Angebote wird hier angeboten. Weitergehende Informationen zu Computer und Internet für Menschen mit und ohne Behinderung sind unter www.barrierefrei-kommunizieren.de abrufbar.
Erfahrungsbericht aus dem Betreuten Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung
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Heike Schüttler | "Die Entscheidung, das Angebot des Betreuten Wohnens zu nutzen, war für mich persönlich eine große Verbesserung" – so lautet ein Resümee einer 39-jährigen Frau, die seit Juni 2004 im Betreuten Wohnen des Bathildisheimes Arolsen lebt. Aus ihrem Erfahrungsbericht wird deutlich, dass sich die Leistungen im Betreuten Wohnen an den ganz persönlichen Lebensumständen und dem Leistungsvermögen des Bewohners orientieren und so passgenau Entwicklungschancen und Möglichkeiten des Einzelnen genutzt werden können. Es verwundert daher nicht, wenn Frau Schüttler ihren Bericht mit dem Satz abschließt: "Ich hoffe, dass ich durch das, was ich jetzt erfahre, in Zukunft noch selbstständiger werde und mit weniger Unterstützung leben kann.".
Die Soziale Landkarte des Zielgruppenmanagements 207
Auch vom Zielgruppenmanagement 207 „Menschen mit seelischen Behinderungen und Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen“ ist seit Dezember 2007 im Internet eine Soziale Landkarte veröffentlicht.
Die Soziale Landkarte soll den Zugang zu den Versorgungsangeboten der Eingliederungshilfe in den Bereichen Sucht und seelische Behinderung vor allem für Betroffene, ihre Angehörigen, den in der Behindertenhilfe Beschäftigten, aber auch der interessierten Öffentlichkeit erleichtern.
Die Auflistung der Adressen erfolgt jeweils unter den kreisfreien Städten und Landkreisen, in denen die Einrichtungen und Angebote der Leistungserbringer vorgehalten werden. Ergänzend sind jeweils die Adressen der Ansprechpartner, die für die regionalen Hilfeplankonferenzen zuständig sind, zu finden. Dies ist von besonderer Wichtigkeit für erste Kontakte zum Betreuten Wohnen.
Zur Sozialen Landkarte des Zielgruppenmanagements 207
Anregungen oder Korrekturen zur Sozialen Landkarte können per E-Mail gesandt werden an: heike.messmer-villain@lwv-hessen.de
Veröffentlichungen
Das Band: Wohnen ohne Barrieren
Es ist ein gleichbleibend aktuelles Thema: das Wohnen ohne Barrieren. Dieses Thema wurde von der Zeitschrift Das Band aufgegriffen. In ihrer Ausgabe 4/2007 finden sich in diesem Zusammenhang Informationen zur barrierefreien Küchen- und Badgestaltung, Planungsgrundlagen und Hilfsmittel, Hinweise zur Finanzierung, intelligentes Wohnen mit neuer Technik, Betrachtung von Haustypen sowie Literatur und Materialien. Die Zeitschrift Das Band wird herausgegeben vom Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V., Brehmstraße 4-7, 40239 Düsseldorf. Die Internetadresse lautet www.bvkm.de.
Das Trägerübergreifende Persönliche Budget: Jetzt entscheide ich selbst
Mit Stand August 2007 wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) eine Publikation zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget herausgegeben. Die Broschüre Jetzt entscheide ich selbst bietet unter anderem Erklärungen, was das Persönliche Budget ist, stellt dar, wo man es bekommt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen und bezieht Fallbeispiele mit ein. Ein Teil der Broschüre ist in einfacher Sprache geschrieben und erklärt auch, wie das Persönliche Budget konkret genutzt werden kann. Die Bestellung der Broschüre ist möglich unter www.bmas.de.
Das Persönliche Budget: Leistungen und Hilfe selbst einkaufen!
Vom Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V. wurde ebenfalls eine Broschüre über das Persönliche Budget veröffentlicht. Die 25-seitige Broschüre verdeutlicht mit entsprechenden Beispielfällen die einzelnen Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit der neuen Leistungsform ergeben. Die Broschüre steht als Download auf der Internetseite des Bundesverbandes zur Verfügung. Die gedruckte Version kann angefordert werden beim Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V., Brehmstraße 4-7, 40239 Düsseldorf.
Behinderte Menschen im Beruf
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen informiert mit einer neuen Broschüre darüber, welche Leistungen Arbeitgebern zur Verfügung gestellt werden können, wenn sie Menschen mit Behinderungen einstellen sowie darüber, welche Leistungen schwerbehinderte Menschen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten können. Die Broschüre ist übersichtlich aufgebaut und enthält Informationen über die finanzielle Förderung, Beratung und sonstige Angebote. Die Broschüre kann unter www.integrationsaemter.de unter der Rubrik Service heruntergeladen werden.
Ratgeber für behinderte Menschen
Auskunft über alle Leistungen und Hilfestellungen, auf die Menschen mit Behinderung Anspruch haben, gibt die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) herausgegebene Broschüre (Auflage Juli 2007). Der Ratgeber bietet auf über 500 Seiten Informationen von der Früherkennung über die medizinische Rehabilitation, Schul- und Berufsausbildung und -förderung bis zu steuerlichen Erleichterungen. Entsprechende Gesetzestexte sind in Auszügen enthalten. Die Broschüre kann bestellt werden beim BMAS, Wilhelmstraße 49, 10117 Berlin, oder unter der hier hinterlegten Internetadresse.
Thüringen barrierefrei - Reisetipps und Freizeitangebote
In dem von der Thüringer Tourismus GmbH herausgegebenen Reisekatalog sind fast 190 barrierefreie Reisetipps (Gärten, Museen, Bäder, andere Attraktionen) zusammengestellt. Spezielle Angebote für Menschen mit Sehbehinderung, Hörschädigung, geistiger Behinderung, Gehbehinderung bzw. für Rollstuhlfahrer sind entsprechend gekennzeichnet und konkret beschrieben. Der Reisekatalog kann hier heruntergeladen oder angefordert werden bei der Thüringer Tourismus GmbH, Postfach 900407, 99107 Erfurt.
Der Umzug in eine neue Wohnung
Der Umzug in eine neue Wohnung – so heißt ein Ratgeber, verfasst in leichter Sprache, der vom Verein Leben mit Handicaps, Förderverein zur psychosozialen Arbeit e.V. c/o Universität Leipzig, Selbstständige Abteilung Sozialmedizin, Riemannstr. 32, 04107 Leipzig, herausgegeben wurde. Von der Wohnungssuche bis hin zu einer Checkliste Habe ich an alles gedacht?beschäftigt sich die Broschüre ausführlich mit dem Umzug in eine neue Wohnung. Der Ratgeber steht als Download auf der Internetseite des Fördervereins zur Verfügung.
Wegweiser Schwangerschaft
In leichter Sprache steht auf der Internetseite des Vereins Leben mit Handicaps, Förderverein zur psychosozialen Arbeit e.V. c/o Universität Leipzig, Selbstständige Abteilung Sozialmedizin, Riemannstr. 32, 04107 Leipzig, ein Download für einen Ratgeber für behinderte und chronisch kranke Eltern mit dem Namen Wegweiser Schwangerschaft zur Verfügung. Die Broschüre gibt Informationen und Tipps rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt. Hier ist die Broschüre abrufbar.
Der Weg aus dem Heim – aber wie?
Der Artikel von Franz Josef Wagner in der Psychosozialen Umschau 4/2007, Seite 8, berichtet über eine Veranstaltung des LVPE (Landesverband Psychiatrie-Erfahrener) Rheinland-Pfalz e.V. zum oben genannten Thema. Der Referent war Klaus Laupichler, selbst psychiatrieerfahren und heute Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Psychiatrieerfahrenen.
Interessant könnte dieser 1-seitige Artikel für alle Betroffenen sein, die von einem Wohnheim in das Betreute Wohnen wechseln wollen, da hier wichtige praktische Tipps für den Alltag gegeben werden und diese durch Beispiele und eigene Erfahrungen untermauert werden.
Lesenswert eventuell auch für Mitarbeiter von Betreuungseinrichtungen.
Der Artikel ist zu beziehen beim Psychiatrie-Verlag, Thomas-Mann-Straße 49 a, 53111 Bonn und kann über die Internetseite des Verlages eingesehen werden.
Häufig gestellte Fragen
Wer hilft mir bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz?
Auf zwei zentrale Ansprechpartner ist im Zusammenhang mit der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben hinzuweisen. Bei jeder Agentur für Arbeit gibt es eine besondere Vermittlungsstelle für schwerbehinderte Menschen. Zuständig ist die jeweilige Vermittlungsstelle der Agentur für Arbeit, in welcher der schwerbehinderte Mensch seinen Wohnort bzw. Arbeitsplatz hat. Unter anderem werden hier Aufgaben der Berufsberatung/Berufsorientierung und Ausbildungsvermittlung übernommen. Im Zusammenhang mit der Thematik Arbeitsvermittlung hat das Reha-Team die Aufgabe, schwerbehinderte Menschen einschließlich der Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln. Adressen der hessischen Agenturen für Arbeit bietet z. B. die hier hinterlegte Internetseite.
Neben den Agenturen für Arbeit spielen die Integrationsfachdienste eine wichtige Rolle bei der Arbeitsplatzsuche. Aufgaben des Integrationsfachdienstes sind in diesem Zusammenhang die Beratung, Information und Unterstützung der betroffenen Arbeits- oder Ausbildungsplatzsuchenden. Im Einzelfall können im Vorfeld durch den Integrationsfachdienst Fähigkeiten, Leistungsmöglichkeiten und Interessen schwerbehinderter Menschen abgeklärt werden und auf vorgesehene Arbeitsplätze vorbereitet werden. Er hilft bei der Suche und gezielten Vermittlung geeigneter Arbeitsplätze und sichert Ausbildungs- und vorhandene Arbeitsplätze durch qualifizierte Betreuung. Eine aktuelle Liste der Integrationsfachdienste in Hessen ist hier abrufbar.
Nicht zuletzt kann für Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen die Fachkraft für berufliche Integration direkter Ansprechpartner rund um Fragen nach einem geeigneten Arbeitsplatz sein.
Umfassende Informationen zum Thema Behinderung und Beruf kann unter www.integrationsaemter.de abgerufen werden. Daneben bietet die Broschüre Behinderte Menschen im Beruf (siehe oben unter Veröffentlichungen) weitergehende Informationen.








