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Newsletter vom 21.06.2007


Newsletter vom 21.06.2007




Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
Sie erhalten heute unseren 6. Newsletter Betreutes Wohnen. Aufgrund technischer Neuerungen erhalten Sie diesen Newsletter nicht in dem gewohnten zweimonatigen Rhythmus. Wir bitten deshalb um Verständnis.
Um die von uns bereits versandten Newsletter abrufen zu können, wurde auf unserer Internetseite ein „Archiv“ angelegt.
Haben Sie zusätzliche Informationen zum Betreuten Wohnen, die für andere interessant sein können? Anregungen und Fragestellungen zu unserem Newsletter nehmen wir gerne entgegen. Senden Sie eine E-Mail an ruth.reis@lwv-hessen.de. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
Ihr Zielgruppenmanagement 204.



Inhalt:

Beseitigung baulicher Hindernisse für Menschen mit Behinderungen
Netzwerk zur beruflichen Integration kleinwüchsiger Menschen
Rückblick auf die Infoveranstaltungen zum weiterentwickelten Integrierten Hilfeplan (IHP)
Neue Internetseite zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget
„Barrierefrei für Alle“ und „Mit dabei“
Broschüre zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz
Vorankündigung DHG- Tagung 2007: „Sozialraumorientierung in der Behindertenhilfe“


Beseitigung baulicher Hindernisse für Menschen mit Behinderungen
Ein Thema, das weiter im Zusammenhang mit dem Betreuten Wohnen präsent ist, ist das Angebot an barrierefreien Wohnungen. Regional unterschiedlich wird die Erfahrung gemacht, dass sich eine Aufnahme in das Betreute Wohnen verzögern kann, da kein barrierefreier Wohnraum zur Verfügung steht, der den Erforderlichkeiten im Einzelfall entspricht.

Das Land Hessen stellt auch im Jahr 2007 finanzielle Mittel zur Verfügung, um bauliche Hindernisse für Menschen mit Behinderungen zu beseitigen. Ziel der Förderung ist "mehr Barrierefreiheit" in Wohngebäuden und im näheren Umfeld. Das Land unterstützt die Verbreiterung von Türen, den Bau von Rampen, die Beseitigung von Schwellen, den Einbau von Treppenliften und Fahrstühlen sowie den Bau behindertengerechter Küchen und Bäder. Die Mittel wurden durch das Land den Kommunen und Landkreisen zugewiesen. Diese können die Gelder aufgrund ihrer Vor-Ort-Kenntnisse der individuellen Anträge für die dringendsten Fälle einsetzen. Dahinterstehendes Ziel ist, dass Menschen mit Behinderungen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können und ihre Lebensqualität verbessert wird. Entsprechende Anträge von Eigentümern oder Mietern können über die kreisfreie Stadt/den Landkreis gestellt werden.

Zur Pressemitteilung

Netzwerk zur beruflichen Integration kleinwüchsiger Menschen
Der Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien (BKMF) e.V. hat im Rahmen eines Projektes mit dem Aufbau eines systematischen Informationsnetzwerkes begonnen. Während des dreijährigen Projektes wird im wesentlichen das Ziel verfolgt, durch eine gezielte Beratung und Unterstützung die Förderung und Optimierung der beruflichen Integration kleinwüchsiger Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt zu forcieren. Durch das Informationsnetzwerk soll Spezialwissen des BKMF e.V. dauerhaft in die Informationskreisläufe des Systems der beruflichen Rehabilitation und Integration eingebunden werden. Geplant sind Informationszeitschriften, Workshop für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Arbeitsagenturen, Integrationsfachdiensten etc., die Entwicklung von kleinwuchsgerechten Modellarbeitsplätzen, berufsorientierte Beratung sowie die Förderung von Barrierefreiheit und vieles mehr.
Weitere Informationen über das Projekt sind erhältlich beim Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e. V., Hillmannplatz 6, 28195 Bremen oder unter der Internetadresse www.bkmf.de (Projekte).

Rückblick auf die Infoveranstaltungen zum weiterentwickelten Integrierten Hilfeplan (IHP)
Das Zielgruppenmanagement 204 hat erneut die Träger des Betreuten Wohnens für Menschen mit körperlicher Behinderung und Menschen mit HIV/AIDS-Erkrankung zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. Zentrales Thema der im Mai bzw. Juni 2007 regional an den drei Verwaltungsstandorten des LWV Hessen angebotenen Veranstaltungen war der weiterentwickelte und zum 01.04.2007 eingeführte Integrierte Hilfeplan (IHP- Hessen).
Nach kurzer Darstellung des Zustandekommens des weiterentwickelten Instrumentes wurden vor allem die Punkte Datenschutzerklärung und Zielvereinbarung detaillierter erläutert und mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen diskutiert. Die Träger wurden von Seiten des Zielgruppenmanagements 204 ausdrücklich auf die Bedeutung hingewiesen, Klienten des Betreuten Wohnens zur Teilnahme an den Hilfeplankonferenzen zu motivieren, um dort ihre Interessen selbstbestimmt zu vertreten.
Abschließend wurden verschiedene Themen angesprochen. So wurde das Verfahren der Platzzahlerhöhung im Betreuten Wohnen vorgestellt sowie auf die Soziale Landkarte und die Internetseite des LWV Hessen hingewiesen und den Trägern Raum für eigene Fragestellungen und Themen geboten.
Die Vielzahl der Anmeldungen hatte bereits im Vorfeld das große Interesse der Träger an dieser Veranstaltung signalisiert. Aber auch die im Nachgang zu der Veranstaltung erfolgten Rückmeldungen waren wieder sehr positiv, so dass das Zielgruppenmanagement 204 dieses Instrument des Erfahrungsaustausches auch weiterhin anbieten wird.

Neue Internetseite zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget
Die Internetseite des LWV Hessen zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget wurde aktualisiert und ergänzt. So sind nun weitergehende Informationen unter verschiedenen Fragestellungen abrufbar, die den Weg zum Persönlichen Budget transparenter machen sollen. Auch wenn in diesem Jahr das Persönliche Budget noch eine sogenannte Ermessensleistung darstellt, kann bereits eine Beantragung dieser Leistungsform nicht nur in den Modellregionen Marburg-Biedenkopf und Groß-Gerau sondern in ganz Hessen erfolgen. Für Menschen mit körperlicher Behinderung oder Sinnesbehinderung, die sich für ein Persönliches Budget interessieren, sind auf der Internetseite die für den jeweiligen Landkreis bzw. die Stadt zuständigen direkten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aufgenommen. Diese können auch hier abgerufen werden.

„Barrierefrei für Alle“ und „Mit dabei“
Eine breite Palette an Wissenswertem zu dem Thema Barrierefreiheit bietet das Internetportal „Barrierefrei für Alle“ für die Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung der Hessischen Landesregierung. Die Informationen beziehen sich auf das Wohnen und Leben in jedem Alter, barrierefreies Internet sowie auf ein barrierefreies Hessen insgesamt.
Das Informationsportal wurde vollständig neu überarbeitet. Einer der neuen inhaltlichen Schwerpunkte ist die Einbindung des Unterportals „Mit dabei“, einem Informationsangebot für Menschen mit Behinderung. Es soll ein erster Meilenstein im Internet sein, der Menschen mit Behinderungen einen unkomplizierten und direkten Zugang bei der Suche nach Unterstützung und Informationen bietet. Der virtuelle Wegweiser bietet Orientierungshilfen, wichtige Adressen und Hilfen für die spezifische Lebenssituation und soll zunehmend ein Netzwerk an Hilfen und Informationen entstehen lassen.
Aufrufen können Sie das Informationsportal unter www.barrierefrei-fuer-alle.de.

Broschüre zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz
Nachdem im August 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Kraft trat, ist zwischenzeitlich eine Broschüre dazu erhältlich. Die Broschüre wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen herausgegeben, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz aus Sicht von Menschen mit Behinderungen erläutert. Es geht dabei um Fragen der Bedeutung von Diskriminierung, in welchen Bereichen Schutz besteht (Arbeitsbereich, Massengeschäfte, private Versicherungsverträge), welche Ansprüche geltend gemacht werden können und an wen man sich wenden kann.

Bestelladresse: Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Mauerstraße 53, 10117 Berlin, Telefon: 03018/527-2944, E-Mail: info@behindertenbeauftragte.de . Unter der Internetadresse www.behindertenbeauftragte.de können weitergehende Informationen zu Gleichstellung/Antidiskriminierung unter „Themen“ abgerufen werden.

Vorankündigung DHG- Tagung 2007: „Sozialraumorientierung in der Behindertenhilfe“
Die Deutsche Heilpädagogische Gesellschaft (DHG) plant eine Tagung zum Thema „Sozialraumorientierung in der Behindertenhilfe“ vom 03. bis 05.Dezember 2007 in Bonn.
Zu der Thematik wurde bereits eine Expertise erstellt, die als DHG- Schrift angefordert werden kann: Deutsche Heilpädagogische Gesellschaft: Umfeld- und Sozialraumorientierung in der Behindertenhilfe. Empfehlungen und Handlungsansätze für Hilfeplanung und Gemeindeintegration (von Daniel Franz und Iris Beck).
Wer sich näher informieren möchte, kann dies unter der folgenden Internetadresse tun: www.dhg-kontakt.de

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