Newsletter vom 27.08.2009
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
heute erhalten Sie den 4. Newsletter des Integrationsamtes beim Landeswohlfahrtsverband Hessen mit Themen zur Teilhabe am Arbeitsleben, von denen wir hoffen, dass diese Ihr Interesse finden.
Um Ihnen den Zugang zu älteren Ausgaben der Newsletter zu ermöglichen, besteht bereits seit dem Erscheinen des ersten Newsletters auf der Internetseite des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen ein Archiv.
Haben Sie Informationen zu dem Thema "Behinderte Menschen im Beruf - Integrationsamt", die für andere interessant sein könnten?
Anregungen, Wünsche und Fragestellungen zum Newsletter nehmen wir gern entgegen.
Senden Sie eine E-Mail an kontakt-integrationsamt@lwv-hessen.de.
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
Ihre
Newsletter-Redaktion
Inhalt:
REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Kursangebot 2009: Neuer Kurs im Angebot
Hessentag in Langenselbold
Job 4000: Mehr Geld für die berufliche Integration schwerbehinderter Menschen
Aktualisierte Faltblätter erhältlich ...
UnternehmensForum - ArbeitgeberFachforum Integration gem. e.V.
Inhouse-Schulungen des Integrationsamtes
Landeswohlfahrtsverband Hessen beschließt wissenschaftliche Untersuchung zur Vereinheitlichung der Hilfen gehörloser Menschen
REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
REHADAT sammelt und veröffentlicht Informationen zu den Themen Behinderung, Integration und Beruf. Alle Informationen gibt es kostenlos unter www.rehadat.de oder auf CD-ROM. Mehr als 86.000 Texte und 20.000 Bilder stehen in REHADAT zur Verfügung. Sortiert sind die Texte und Bilder nach folgenden Themen: Hilfsmittel, Praxisbeispiele, Literatur, Forschung, Recht, Adressen, Werkstätten und Seminare.
Außer den Datenbanken gibt es noch drei weitere Angebote von REHADAT:
1. Das Programm REHADAT-Elan, das Arbeitgeber bei der Anzeige der Ausgleichsabgabe unterstützt: www.rehadat-elan.de.
2. REHADAT-talentplus, das Internetportal zum Thema "Arbeitsleben und Behinderung", neue Infos für Institutionen und Berater unter www.talentplus.de.
3. Die Suche nach Bildungsangeboten von Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation.
REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.
Im März 2009 wurden unter www.talentplus.de/institutionen-ansprechpartner/index.html praxisnahe Informationen im Bereich Institutionen und Berater, die im Themenfeld "Arbeitsleben und Behinderung" aktiv sind, veröffentlicht.
Folgende Informationen sind vorhanden:
- Handreichungen, Urteile, Formulare und Praxisbeispiele, die vor allem für Berater in ihrer täglichen Arbeit hilfreich sein können (zum Beispiel zum Persönlichen Budget, zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement oder zur Arbeitsassistenz).
- Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich informieren, welche Organisationen bei welchen Fragen zur Integration von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben unterstützen (zum Beispiel bei der Gestaltung von behinderungsgerechten Arbeitsplätzen, bei Leistungsproblemen oder bei Förderanliegen)
- Institutionen, die Leistungen zur beruflichen Teilhabe anbieten, können hier ihre Angebote dokumentieren und so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Berater in den unterstützenden Institutionen können Vorschläge zu weiteren Veröffentlichungen einbringen; (Kontakt: info@talentplus.de) und somit diesen Bereich aktiv mitgestalten.
Kursangebot 2009: Neuer Kurs im Angebot
"Was ist zu tun im Kündigungsschutzverfahren?"
Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation haben wir unser Kursangebot 2009 um einen Kurs erweitert. Am 28.10.2009 findet eine eintägige Info-Veranstaltung in unserem Schulungshotel "Holiday-Inn" in Frankfurt/Neu-Isenburg zum Thema Aufgaben und Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung sowie des Betriebs-/ Personalrates im besonderen Kündigungsschutz nach dem SGB IX statt.
Ziel der Veranstaltung ist das Kennen lernen der
- Möglichkeiten,
- Mitwirkung,
- Beteiligung,
- Rolle und
- Grenzen
Thematisiert werden u.a
- Voraussetzungen für den besonderen Kündigungsschutz nach SGB IX,
- Kündigungsarten,
- Ablauf des Verfahrens,
- Beteiligung von Schwerbehindertenvertretung und Betriebs-/Personalrat,
- Entscheidungspraxis und
- Rechtsmittel.
Die eintägige Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr und endet um ca. 16.00 Uhr. Die Kosten betragen 44,00 Euro zuzüglich der Fahrtkosten, die mit dem Arbeitgeber gesondert abzurechnen sind. Nutzen Sie die Chance und melden sich mit dem Formular bis spätestens 01. Oktober 2009 direkt auf unserer Internetseite an.
Hessentag in Langenselbold
Im Rahmen des diesjährigen Hessentages in Langenselbold fand am 10.06.2009 eine gemeinsame Veranstaltung des DGB Hessen-Thüringen und des Integrationsamtes beim Landeswohlfahrtsverband Hessen zum Thema:
"Endlich arbeiten wie andere auch - Erwartungen an die Umsetzung der neuen UN-Behindertenrechtskonvention"
statt. Zentrales Ziel dieses Abkommens ist die Verwirklichung eines inklusiven Arbeitsmarktes für behinderte Menschen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man Menschen mit Behinderung die volle Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglichen kann. Näheres zur UN-Konvention finden Sie hier.
Nach der Begrüßung durch Brigitte Baki vom DGB Hessen-Thüringen sprachen für den Gastgeber Stadträtin Barbara Egel-Sahler, Harald Rauschenbach vom Hessischen Ministerium für Familie, Arbeit und Gesundheit sowie Rosita Schlembach vom Integrationsamt beim Landeswohlfahrtsverband Hessen einige Grußworte vor den rund 70 Teilnehmer/innen.
Im Anschluss gab Sylvia Helbig vom Bundesvorstand des DBG in ihrem Referat einige Impulse für die Verwirklichung eines inklusiven Arbeitsmarktes für behinderte Menschen durch die neue UN-Konvention. Schwerpunkte hierbei und in der sich anschließenden Diskussion waren die Themengebiete Schulsystem, Arbeitswelt, Werkstatt für behinderte Menschen und eine verbesserte Altersabsicherung.
Igor Scholz von der IG-Metall referierte anschließend über "die Rolle der Schwerbehindertenvertretung bei der Stärkung der rechtlichen Stellung behinderter Menschen im Sinne der UN-Konvention". Er wies darauf hin, dass die UN-Konvention bereits seit dem 26.03.2009 verbindlich sei und zu einer Humanisierung der Gesellschaft im Ganzen führen solle. Anschließend skizzierte er den Weg der Gesellschaft "von der Integration hin zum inklusiven Arbeitsmarkt".
Am Nachmittag fand noch ein reger Informations- und Erfahrungsaustausch in den beiden Workshops zu den Themen: "Die Bedeutung des neuen Gesetzes für den betrieblichen Alltag" unter der Leitung von Bernhard Grunewald, Schwerbehindertenvertreter der Adam Opel AG und "Unterstützte Beschäftigung – erst platzieren, dann qualifizieren" unter der Leitung von Peter Gudat von der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Hessen und Rosita Schlembach vom Integrationsamt beim LWV Hessen statt.
Job 4000: Mehr Geld für die berufliche Integration schwerbehinderter Menschen
1,02 Millionen Euro hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für das Programm "Job 4000" bewilligt. Damit kann die berufliche Integration von schwerbehinderten Menschen in Hessen weiter verbessert werden. Seit Oktober 2007 wird das Programm "Job 4000" gemeinsam vom Integrationsamt beim Landeswohlfahrtsverband Hessen, dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit und der hessischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sowie den Agenturen für Arbeit umgesetzt. "Die Teilhabe am Berufs- und Arbeitsleben ist ein wichtiger Schlüssel für die gesellschaftliche Integration unserer behinderten Mitbürgerinnen und behinderten Mitbürger, denn Arbeit bedeutet nicht nur materielle wie persönliche Unabhängigkeit, sondern auch die Entfaltung beruflicher und sozialer Kompetenzen. Auch das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl werden gesteigert", betont Jürgen Banzer, Hessens Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit.
Bis Ende 2008 wurden durch das Programm 28 Ausbildungs- und 14 Arbeitsplätze eingerichtet sowie 112 junge schwerbehinderte Menschen auf ihrem Weg von der Schule in den Beruf unterstützt und begleitet. In das Job-Programm fließen weitere 440.000 Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe.
"Wir freuen uns, dass mit den jetzt bewilligten Mitteln das Programm erheblich aufgestockt wird und wir so die Maßnahmen zur Integration, insbesondere junger schwerbehinderter Menschen, ausbauen können. Gerade in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage müssen wir uns für die gleichberechtigte Teilhabe von schwerbehinderten Menschen am Arbeitsleben einsetzen", erklärt die Erste Beigeordnete des LWV, Evelin Schönhut–Keil, für die am Programm beteiligten Partner.
Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.
Aktualisierte Faltblätter erhältlich ...
... und auf unserer Internetseite www.integrationsamt-hessen.de unter Publikationen abrufbar.
Überarbeitet und aktualisiert wurden die Faltblätter:
Nr. 1: Ziele, Aufgaben und Leistungen des Integrationsamtes
Nr. 2: Die barrierefreie Wohnung
Nr. 3: Behinderungsgerechte Arbeitsplätze
Nr. 5: Kündigungsschutz nach dem SGB IX
Nr. 7: Berufliche Integration, Beratung und Vermittlung
Nr. 8: Neue Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen
Nr. 17: Integrationsvereinbarung
Sämtliche Publikationen des Integrationsamtes stehen für Sie unter der o. g. Internet-Adresse bereit. Nur ein paar Klicks und schon können Sie sich ausführlich über die vielfältigen Themengebiete des Integrationsamtes informieren und sich einen ersten Überblick verschaffen.
UnternehmensForum - ArbeitgeberFachforum Integration gem. e.V.
"Für mehr Integration behinderter Menschen in die Wirtschaft!"
Unternehmen unterschiedlicher Größe haben sich zu dem bundesweiten Unternehmensforum "ArbeitgeberFachforum Integration gem. e. V." zusammengeschlossen. Ziel des Forums ist es, effektive Strategien für die uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Wirtschafts- und Arbeitsleben zu entwickeln.
Der branchenübergreifenden Arbeitgeberinitiative für behinderte Menschen liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass es wirtschaftlich notwendig ist, die Unternehmenskultur und -struktur auf behinderte Kunden und Mitarbeiter auszurichten. Gemeinsam erarbeiten die beteiligten Unternehmen Lösungen zur besseren Integration behinderter Menschen in die Wirtschaft. Denn behinderte Menschen sind schon lange keine Randgruppe mehr - Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent der EU-Bevölkerung ein Handicap haben - Tendenz steigend.
"Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." Artikel 3 des Grundgesetzes hat sich das Unternehmensforum auf seine Fahnen geschrieben. In dem bundesweiten Zusammenschluss werden die Interessen von Betrieben auf der einen sowie die der schwerbehinderten Kunden und Arbeitnehmer auf der anderen Seite zusammengeführt. So sollen neue Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen geschaffen und barrierefreie Produkte und Dienstleistungen für behinderte Kunden entwickelt werden.
Weitere Informationen der Arbeitgeberinitiative für behinderte Menschen finden Sie unter: www.unternehmensforum.org.
Inhouse-Schulungen des Integrationsamtes
Neben dem bestehenden Kursangebot führt das Integrationsamt Hessen auch sogenannte Inhouse-Seminare und -Veranstaltungen durch. Abgestimmt auf die betriebliche Situation bieten wir Fachvorträge, Informationsveranstaltungen und geschlossene Seminare rund um das Thema "Arbeit und Behinderung" für Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation an. Wir klären vorab mit Ihnen die jeweiligen Fragestellungen, richten die Veranstaltung danach aus und stellen kompetente Referenten/innen. Wir führen die Seminare und Veranstaltungen gern betriebsnah an einem Ort Ihrer Wahl durch. Sprechen Sie uns an!
Landeswohlfahrtsverband Hessen beschließt wissenschaftliche Untersuchung zur Vereinheitlichung der Hilfen gehörloser Menschen
Die Gewährleistung der Teilhabe gehörloser Menschen am Arbeitsleben erfolgt bundes- und hessenweit sehr unterschiedlich. In den verschiedenen Regionen und zwischen den einzelnen Betrieben sind auffällig große Unterschiede bei der Inanspruchnahme und der Erbringung der Leistung zu erkennen.
Der Landeswohlfahrtsverband Hessen hat deshalb den Rahmen für eine wissenschaftliche Untersuchung und Konzeptentwicklung zur Vereinheitlichung der Hilfegewährung mit einem wirkungsorientierten Steuerungsansatz beschlossen. Demnach soll der Aufbau eines flächendeckenden Netzes der Hilfen auf einer wissenschaftlich abgesicherten Datenbasis erfolgen und die Arbeitsabläufe zwischen den Reha-Trägern, den Betrieben und dem Integrationsamt beim LWV Hessen im Sinne der Teilhabe der Betroffenen und eines geprüften Organisationsablaufs gestaltet werden.








