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03.11.2008

Teilhabe am Berufsleben für schwerbehinderte Menschen - Koreanische Sozialexperten zu Besuch beim LWV

| Bild: Die koreanische Delegation mit Erster Beigeordneter Schönhut-Keil (m.) und Thomas Raue, Integrationsamt (r.), vor dem Ständehaus des LWV in Kassel. (Foto: LWV-Pressestelle)
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Eine Delegation hochrangiger Sozialexperten aus Südkorea hat heute den LWV besucht. Die 12-köpfige Delegation, die sich aus Vertretern der „Korea Employment Promotion Agency for the Disabled“ (Koreanische Beschäftigungsagentur für Menschen mit Behinderung) und aus Vertretern koreanischer Unternehmen zusammensetzt, wurde von der Ersten Beigeordneten des LWV, Evelin Schönhut-Keil, im Ständehaus empfangen. Thema des Besuches war die Integration von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben. Dazu steuerten die Fachleute zuerst den LWV Hessen an, wo sie sich über die Aufgaben des beim LWV angesiedelten Integrationsamtes informierten.


Das Integrationsamt des LWV betrachte sich als Partner der Unternehmen und der dort beschäftigten schwerbehinderten Mitarbeiter, erläuterte die Erste Beigeordnete. Ziel des Integrationsamtes sei der aktive, beschäftigungswirksame Einsatz von Mitteln, die aus der Ausgleichsabgabe zur Verfügung stehen. Betriebe wie Mitarbeiter würden dazu umfassend beraten und unterstützt, auch erhielten sie individuelle Hilfen zum Beispiel für die Ausstattung von Arbeitsplätzen oder zur Arbeitsassistenz.

Letzteres war ein für die koreanischen Gästen interessantes Thema, zu dem sich ein Erfahrungsaustausch ergab. Neu schien für die Besuchergruppe auch der demografische Wandel zu sein, den die westeuropäischen Gesellschaften seit einiger Zeit feststellen müssen. Dieser hält für die Arbeitswelt Konsequenzen bereit: Da Fachkräfte knapp werden, müssten die Arbeitgeber größeres Augenmerk auf die betriebliche Gesundheitspolitik, hier besonders auf präventive Ansätze, legen, skizzierte Schönhut-Keil. Der LWV werbe daher für das „Betriebliche Eingliederungsmanagement“ und habe bereits vorbildliche Unternehmen ausgezeichnet. Diese Erfahrungen sollen als „Best Practice“-Beispiele Nachahmung finden.

Die koreanische Expertengruppe hält sich eine Woche in Deutschland auf und besucht neben dem LWV eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Baunataler Diakonie, die Agentur für Arbeit sowie mehrere Unternehmen in Südhessen.