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27.12.2007

Neue Verwaltungsstruktur beim LWV: Verwaltung verschlanken – Dienstleistungsqualität verbessern – Trägerhaushalte schonen

| Bild: LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann | Kassel (lwv): Zum Jahreswechsel setzt Landesdirektor Uwe Brückmann eine umfangreiche Strukturreform für die Verwaltung des LWV in Kraft. Mit dem Maßnahmenbündel können die sozialen Aufgaben des LWV künftig effizienter erfüllt werden: „Die Strukturreform schafft einen einheitlichen Verwaltungsaufbau und klare Zuständigkeiten. Sie sichert ein einheitliches Verwaltungshandeln nach innen und außen. Wir kommen so dem Ziel einer schlanken Verwaltung ein ganzes Stück näher. Unsere Dienstleistungsqualität können wir mit der neuen Organisationsstruktur steigern, denn ein professionelles und bürgernahes Verwaltungshandeln liegt nicht nur im Interesse der Menschen, die Leistungen des LWV erhalten. Die Haushaltsdaten für 2007 und 2008 zeigen, dass von den Reformen auch die Träger des LWV, die 26 hessischen Landkreise und kreisfreien Städte, profitieren“, sagte der LWV-Chef kürzlich vor den Abgeordneten der LWV-Verbandsversammlung.


Der Hessische Rechnungshof hatte in seinem Prüfbericht 2006 empfohlen, den Personaleinsatz für allgemeine Aufgaben zu mindern, die Aufbauorganisation zu optimieren und Geschäftsverteilungspläne zu erstellen. Mit der jetzt wirksam werdenden Verwaltungsreform, so Brückmann, können die Empfehlungen weitgehend umgesetzt werden, auch wurden bereits länger laufende Maßnahmen eingeleitet.

Die Verwaltungsreform im Einzelnen

Stellenabbau
Empfehlung:
Der Rechnungshof hatte vorgeschlagen, die Stellenrelation von Verwaltungsaufgaben zu Fachaufgaben in Richtung eines Referenzwertes von 18 % zu verändern. Danach errechnete der Rechnungshof ein Einsparvolumen von 122 Stellen bei Haupt- und Regionalverwaltungen.

Maßnahmen:
Zum Stichtag 30.6.2007 wurden von den 122 Stellen 26 Stellen abgebaut. Die bisher erreichte Verminderung des Personaleinsatzes bedeutet, dass vom errechneten jährlichen Einsparpotential bei den Personalausgaben von 5,7 Mio. Euro bereits rd. 1,2 Mio. Euro erwirtschaftet wurden. Der LWV wird den eingeschlagenen Weg von Stelleneinsparungen konsequent weiter gehen. Dies spiegelt sich im Entwurf des Stellenplanes 2008 (minus 21 Stellen) wider.

Neuorganisation der Verwaltung
Empfehlung:
Kritikpunkte machte der Prüfbericht in der Aufbau- und Ablauforganisation der LWV-Hauptverwaltung aus. Die Vorschläge des Rechnungshofes bezogen sich vor allem auf die Vereinfachung der Aufbauorganisation, darunter die stärkere Betonung der Linienorganisation.

Maßnahmen:
  • Zum 1. Januar tritt eine neue, entflochtene Aufbauorganisation der LWV-Verwaltung in Kraft. Die Verwaltung besteht künftig aus 18 einheitlich gegliederten Fachbereichen. Kern der Neuorganisation ist die Auflösung der bisherigen Steuerungsstellen und die Überführung von operativen Aufgaben in die Linienorganisation.


  • Teil der Verwaltungsreform ist die Auflösung des bisherigen „Fachbereichs Einrichtungen“ durch Gründung der LWV-Gesundheitsmanagement GmbH. Die GmbH zeichnet künftig für die strategische Steuerung aller 12 gemeinnützigen GmbHs des LWV verantwortlich.


  • Zur Überwachung seiner wirtschaftlichen Beteiligungen und zur Wahrung der Interessen und Rechte des (Allein-)Gesellschafters richtet der LWV zum 1. Januar 2008 ein Beteiligungsmanagement ein.

  • Entsprechend den Empfehlungen des Rechnungshofes wurden Geschäftsverteilungspläne erstellt. Sie werden zurzeit auf die neuen Verwaltungsstrukturen zugeschnitten.


  • Die Trägerzuständigkeit für die Schulen für Sinnesgeschädigte, für Erziehungshilfe und für Kranke wurde in diesem Jahr einheitlich beim Fachbereich „Überregionale Schulen“ zusammengeführt. Die Schulen des LWV verfügen nun auch über ein einheitliches IT-Konzept.


  • Durch Organisationsuntersuchungen soll der Personalbedarf in den Querschnittsbereichen evaluiert werden. Diese Untersuchungen mit externer Unterstützung wer-den 2008 fortgesetzt.


  • Durch eine zentrale Vergabestelle wird die Expertise bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zusammengeführt und zugleich ein Beitrag zur präventiven Korruptionsbekämpfung geleistet.