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28.09.2007

37 Jahre mit vollem Einsatz: LWV zeichnet langjährigen Riedstädter Betriebsleiter Kurt Ernst zum Abschied mit Goldener Ehrenplakette aus

| Bild: LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann und Kurt Ernst
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Kassel/Riedstadt (lwv): Nach 37 Berufsjahren für den Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) und mehr als 18 Jahren an der Spitze des Zentrums für Soziale Psychiatrie Philippshospital in Riedstadt ist heute der langjährige Betriebsleiter des Zentrums, Kurt Ernst, von Landesdirektor Uwe Brückmann in den Ruhestand verabschiedet worden. Der LWV-Chef zeichnete Ernst für seine Verdienste um den LWV mit der Ehrenplakette in Gold aus. „Sie haben das Philippshospital über diesen langen Zeitraum wirtschaftlich erfolgreich geführt und zu einem kompetenten und leistungsstarken Anbieter auf dem Psychiatriesektor für die Landkreise Groß-Gerau, Offenbach und Darmstadt-Dieburg entwickelt“, sagte Brückmann in seiner Laudatio. Ernst habe sich mit seiner Arbeit stets voll und ganz identifiziert und sich für sein Haus, auch für die Beschäftigten, weit über das normale Pensum hinaus engagiert. Dafür gebühre ihm Dank und die Anerkennung des Verbandes, wie sie in der Auszeichnung zum Ausdruck komme.


Während seiner Tätigkeit im Philippshospital habe Ernst immer wieder vor neuen Herausforderungen gestanden - keiner sei er ausgewichen, betonte der LWV-Chef und skizzierte den Umbau des Psychiatrischen Krankenhauses der siebziger Jahre in ein Zentrum für Soziale Psychiatrie mit seinen differenzierten Behandlungsangeboten für psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen. Als eigenständige Betriebszweige seien so die Heilpädagogische Einrichtung und das Wohn- und Pflegeheim etabliert worden, mussten die Umstrukturierungen auch durch zahlreiche bauliche Maßnahmen begleitet werden. Auch für den Aufbau einer Klinik für forensische Psychiatrie habe sich Ernst mit Nach-druck eingesetzt. „Die Modernisierung der Häuser 9 und 12, die Einrichtung einer Patientencafeteria, der Bau eines modernen Biomasse-Heizkraftwerks oder auch der Neubau der kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik waren umfangreiche und komplizierte Vorhaben, die Ihren ganzen Einsatz forderten, bevor sie Wirklichkeit werden konnten“, resümierte Brückmann, der auch die vielen Neben- und Ehrenämter hervorhob, in denen sich der Riedstädter engagiert habe. Der Laudatio Brückmanns schlossen sich Dankesworte von Kollegen und der Stadt Riedstadt an.


Zur Person

Nach ersten beruflichen Erfahrungen in der hessischen Justiz wechselt Kurt Ernst 1970 zum LWV und ist dort in der Kinderheilstätte Mammolshöhe tätig. Berufsbegleitend qualifiziert er sich für den gehobenen Verwaltungsdienst. 1977 wechselt Ernst in das Psychiatrische Krankenhaus nach Riedstadt, wo er nach kurzer Einarbeitungszeit zum Vertreter des Verwaltungsleiters bestellt wird. 1989 wird er dort Kaufmännischer Direktor, 1998 - nach Umwandlung der Psychiatrischen Krankenhäuser in Zentren für Soziale Psychiatrie - übernimmt Ernst die Funktion des Betriebsleiters und übt diese bis zur kürzlich erfolgten Umwandlung des Eigenbetriebes in eine gemeinnützige GmbH aus. Neben seiner Hauptfunktion bekleidet Ernst zahlreiche Neben- und Ehrenämter: So ist er von 2001 – 2007 Sprecher der Betriebsleiter und Geschäftsführer im LWV, wirkt auch im Vorstand des Verbandes der deutschen Krankenhausdirektoren. Kommunalpolitisch engagiert er sich in den Selbstverwaltungsgremien des Kreises Groß-Gerau und fördert die Partnerschaft zwischen der Stadt Riedstadt und der litauischen Stadt Tauragé.