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Kassel, 1. März 2004

Uwe Brückmann besucht Nieder-Ramstädter Diakonie

Sperrfrist: 1. März 2004, 14 Uhr

Kassel/Mühltal (lwv): Der Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV), Uwe Brückmann, besuchte heute die Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD), die ein anerkannter Partner des LWV bei der Betreuung geistig behinderter Menschen in Südhessen ist. Im Anschluss an eine Besichtigung verschiedener Einrichtungsteile diskutierte Uwe Brückmann mit dem Vorstand der NRD, Pfarrer Wilhelm Weiland, Walter Diehl und Christoph Maurer über notwendige Entwicklungen und Perspektiven für die Zukunft von Behinderteneinrichtungen und die besonderen Pläne der NRD. "Die NRD hat ein differenziertes Wohn- und Betreuungsangebot aufgebaut, das den individuellen Hilfebedarfen der Menschen mit geistiger Behinderung in der Region Rechnung trägt und dabei insbesondere die größtmögliche Selbstständigkeit der Menschen sichert", so der Erste Beigeordnete Uwe Brückmann.

Die NRD zeigt ein hohes Engagement bei der adäquaten Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung. Der LWV hat mit diesem Träger der Behindertenhilfe differenzierte und bedarfsorientierte Angebote vereinbart. So ist die NRD derzeit u. a. Träger von 70 anerkannten Plätzen im Betreuten Wohnen, 573 anerkannten Plätzen im Wohnheimbereich für erwachsene Menschen - davon wurde für 12 Menschen ein autistengemäßes Angebot geschaffen. In der Werkstatt für behinderte Menschen mit 447 und der Tagesförderstätte mit 13 Plätzen arbeiten die Hilfeempfänger an Werktagen. Es werden zudem 45 Plätze im Wohnbereich für Kinder und Jugendliche vorgehalten und es gibt eine Schule für Praktisch Bildbare, für die 140 Plätze vereinbart sind.
Außerdem ist die NRD Träger ambulanter Angebote wie des Familienentlastenden Dienstes und einer Frühförderstelle. Den überwiegenden Teil der laufenden Personal- und Sachkosten pro Jahr finanziert der Landeswohlfahrtsverband.

Der größte Teil der Angebote befindet sich noch am Kernstandort in Mühltal. Hervorzuheben ist, dass die aktuellen Planungen der NRD auf eine gemeindenahe Versorgung abzielen. So sind, um eine herkunftsnahe Betreuung zu ermöglichen, Neubauten von Wohnheimen in Groß-Bieberau, Griesheim, Mörfelden und Erbach geplant. Die entsprechenden Plätze werden am Kernstandort in Mühltal abgebaut. Außerdem soll die überbelegte Tagesförderstätte am Kernstandort Mühltal durch zwei neue Tagesförderstätten in Groß-Bieberau und Erbach entlastet werden. Für die Schaffung der Ersatzplätze in Mörfelden, Erbach und Groß-Bieberau liegt die Zustimmung des LWV-Verwaltungsausschusses bereits vor und für den Standort Mörfelden beschloss der Verwaltungsausschuss, den Bau der Räumlichkeiten für die Gestaltung des Tages zu bezuschussen.