Landeswohlfahrtsverband HessenLogo Landeswohlfahrtsverband Hessen
Home Newsletter Kontakt Links Impressum Sitemap Textversion

|
Schriftgröße A | A | A
Home >> Presse >> Pressearchiv Pressearchiv
07.08.2008

LWV-Chef zum Klinikverbund Hadamar, Herborn und Weilmünster: Ausgewogenes Konzept für Klinikverwaltung sichert alle drei Standorte – Tragfähige Entwicklungsperspektive auch für Hadamar

| Bild: LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann | Hadamar (lwv): Der Landeswohlfahrtsverband Hessen als Alleingesellschafter der LWV-Gesundheitsmanagement GmbH, zu der auch die psychiatrischen Zentren des westhessischen Verbundes in Hadamar, Herborn und Weilmünster gehören, sieht eine zukunftstaugliche und sozialverträgliche Lösung bei der Umstrukturierung der drei Klinikverwaltungen auf den Weg gebracht: „Das von Geschäftsführer Martin Engelhardt vorgelegte Konzept ist ausgewogen und berücksichtigt die Interessen aller drei Standorte. Die personellen Umstrukturierungen werden dort, wo erforderlich, zeitlich gestreckt, um sozialen Härten bei den betroffenen Mitarbeitern zu begegnen. Die ursprünglich geplante Schließung der Krankenpflegeschule Hadamar wird aufgegeben. Der Schulstandort bleibt erhalten. Für Limburg wird mit Hochdruck an den Planungen für eine psychiatrische Tagesklinik mit Institutsambulanz für Kinder und Jugendliche gearbeitet. Dadurch entstehen neue Arbeitsplätze in der Region. Das sind für uns die Essentials einer tragfähigen Entwicklungsperspektive, die auch dem Standort Hadamar eine gute Zukunft sichern“, fasste LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann als gemeinsames Ergebnis eines Vor-Ort-Gespräches zusammen, an dem neben Robert Becker (CDU), Präsident der LWV-Verbandsversammlung, und Geschäftsführer Engelhardt auch die örtlichen Abgeordneten der LWV-Verbandsversammlung, Landrat Manfred Michel (CDU), Albrecht Fritz (FW) und Dr. Manfred Birko (SPD) teilnahmen.


„Das von Geschäftsführer Engelhardt erarbeitete Konzept ermöglicht es, dass in Hadamar viele, auch aus Patientensicht wichtige Verwaltungsfunktionen vor Ort bleiben. Mit einem Teil der Patientenverwaltung sind für die Patienten jederzeit Ansprechpartner vorhanden. Zusammen mit weiteren zentralen Aufgaben verbleiben etwa 12 Vollkräfte in der Hadamarer Krankenhausverwaltung“, erläuterte Brückmann, der auch Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der LWV-Gesundheitsmanagement GmbH ist. Hausnahe Dienstleistungen, wie z. B. Handwerksdienste, seien von der Umstrukturierung nicht betroffen. Da Hadamar die Funktion des Rechenzentrums für die beteiligten Kliniken übernehme, könnten hier sogar mindestens zwei zusätzliche, qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem sei Hadamar schon heute „Kommunikationsdrehscheibe“ des Verbundes. Eingehende Telefonate laufen nachts und an Wochenenden über die Pforte in Hadamar und sichern die Rund-um-die-Uhr-Besetzung.

Brückmann und Engelhardt betonten, dass sich die Verantwortlichen der Bedeutung des ZSP für Hadamar sehr bewusst seien. So sei vor wenigen Wochen die Entscheidung gefallen, die Krankenpflegeschule, die ursprünglich ihren Ausbildungsbetrieb für den theoretischen Unterricht in Hadamar einstellen sollte, weiterzuführen: „Das sichert sowohl Ausbildungsplätze für etwa 25 Schüler als auch 6 Arbeitsplätze für das Schulpersonal.“ Zudem befinde man sich in erfolgversprechenden Gesprächen mit dem Hessischen Sozialministerium, um eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Limburg zu etablieren. Dort könnten 10 bis 12 neue, qualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

Die Vertreter der Verbandsversammlung legten besonderen Wert auf die Berücksichtigung der Belange der betroffenen Mitarbeiter. Engelhardt sagte, mit dem Konzernbetriebsrat der LWV-Gesundheitsmanagement GmbH sei ein ganzes Paket von Maßnahmen vereinbart worden, um den Wechsel an einen anderen Standort abzufedern. Neben einem finanziellen Ausgleich enthält es Regelungen zur Fort- und Weiterbildung. Flexible Arbeitszeitmodelle sollen den individuellen Anforderungen der Betroffenen entgegenkommen. Um sozialen Härten zu begegnen sei die Klinik bereit, mit den Betroffenen ggf. Übergangsregelungen zu treffen.

Auf die baulichen Planungen für die forensische Klinik in Hadamar wies der LWV-Chef hin: Geplant seien hier umfangreiche Neu- und Umbauten mit einem Kostenvolumen, das sich nach ersten Schätzungen auf ca. 30 Mio. Euro belaufen werde. Diese Investitionen haben das Ziel, die Arbeitsbedingungen in der Klinik zu verbessern. „Auch hier stecken wir eine klare Zukunftsperspektive für den Standort Hadamar ab“, freute sich Brückmann.