24.10.2008
Vor 475 Jahren „Hohe Hospitäler“ gegründet - ZSP Kurhessen gemeinnützige GmbH blickt auf lange Tradition zurück
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Kassel/Bad Emstal (lwv): Vor 475 Jahren wurden durch Stiftung Landgraf Philipps von Hessen die „Hohen Hospitäler“ in Haina und Merxhausen, die heutigen Zentren für Soziale Psychiatrie, gegründet. In Anwesenheit von Bürgermeister Ralf Pfeiffer haben das Zentrum für Soziale Psychiatrie Kurhessen gemeinnützige GmbH und der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) in einer Feierstunde an diese Gründung erinnert. LWV-Beigeordneter Dr. Peter Barkey skizzierte in seinem Festvortrag die Entwicklung von den „Hohen Hospitälern“ zu Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie. Dabei widmete er sich der Spannung zwischen Ideal und Wirklichkeit und schlug den historischen Bogen bei der Unterbringung, Versorgung und personellen Betreuung von damals bis heute.
Auf die aktuelle Situation ging LWV-Landesdirektor und Aufsichtsratsvorsitzender der LWV-Gesundheitsmanagement GmbH, Uwe Brückmann, ein und skizzierte die Anforderungen, denen sich Kliniken in einem umkämpften Markt stellen müssen. „Die Rahmenbedingungen werden sich für die Kliniken in den kommenden Jahren nicht nachhaltig bessern. Daher muss ein Krankenhausträger selbst rechtzeitig Konzepte entwickeln, wie er den Herausforderungen der Zukunft begegnen will. Mit der LWV-Gesundheitsmanagement GmbH haben wir unseren Einrichtungen hier einen starken Partner zur Seite gestellt“, sagte Uwe Brückmann. Gemeinsam mit der Klinikleitung war er sicher, dass Land-graf Philipp von Hessen heute mit Stolz auf Merxhausen blicken würde.
Hintergrund
Von den „Hohen Hospitälern“ zu den „Zentren für Soziale Psychiatrie“Am 26. August 1533 stiftet Landgraf Philipp von Hessen die Hohen Hospitäler zu Merxhausen (heute: Zentrum für Soziale Psychiatrie Kurhessen) und zu Haina (heute: Zentrum für Soziale Psychiatrie Haina). Das Hospital zu Hofheim (heute: Zentrum für Soziale Psychiatrie Philippshospital, Riedstadt) entsteht am 20. Juni 1535. Am 13. November 1542 wird das Hospital zu Gronau begründet. Letzteres besteht seit dem Dreißigjährigen Krieg nicht mehr. Ab dem 19. Jahrhundert werden die Hospitäler als Landesheilanstalten geführt, die Psychiatrie entwickelt sich als medizinisches Fach. Während der NS-Zeit sind die Heilanstalten in das System der menschenverachtenden „Euthanasie“-Verbrechen eingebunden. Mit seiner Gründung 1953 übernimmt der LWV die Trägerschaft der Heilanstalten und wandelt sie in den 1960er Jahren in Psychiatrische Krankenhäuser um. Vor zehn Jahren gründet der LWV die Zentren für Soziale Psychiatrie mit spezialisierten Kliniktypen als eigenständige Betriebszweige. Am 1. Januar 2008 übernimmt die neu gegründete LWV-Gesundheitsmanagement GmbH die unternehmerische Verantwortung für insgesamt 12 gemeinnützige GmbHs, darunter neun Zentren für Soziale Psychiatrie. Zurzeit befinden sich mehr als 30 fachlich eigenständige Kliniken, Wohnheime und Einrichtungen unter dem Dach der Unternehmensgruppe. Die LWV-Gesundheitsmanagement GmbH beschäftigt rund 8.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist damit größter Krankenhausträger im Bundesland Hessen.
Zentrum für Soziale Psychiatrie Kurhessen gemeinnützige GmbH, Bad EmstalBetriebsstätten:Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bad Emstal/MerxhausenKlinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie KasselKlinik für forensische Psychiatrie MerxhausenHeilpädagogische Einrichtung für Menschen mit geistiger BehinderungWohn- und Pflegeheim für Menschen mit seelischer BehinderungRehabilitation für psychisch kranke Menschen - RPKPädagogisch-Medizinisches Zentrum Wabern-HombergSchule für PflegeberufeUmsatz: 61,2 Mio. Euro
Beschäftigte (Vollkräfte): 728
Geschäftsführer: Herbert Dreisbach
Internet: www.zsp-kurhessen.de Kontakt: Landgraf-Philipp-Straße 9, 34308 Bad Emstal, Tel.: 0 56 24 / 60-0, Fax: 0 56 24 / 60 – 105 16