25.03.2009
LWV-Haushalt 2009: Mit 1,46 Milliarden Euro kleiner als zunächst erwartet
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Die Verbandsversammlung des Landwohlfahrtsverbandes Hessen hat heute in Kassel den Haushalt für 2009 verabschiedet. Es ist der erste doppische* Haushalt des LWV, er hat ein Volumen von 1,46 Milliarden Euro. Der Hebesatz sinkt auf 11,668 Prozent. „Trotz Tarifsteigerungen und obwohl es immer mehr leistungsberechtigte behinderte Menschen in Hessen gibt, konnten wir den Kostenrahmen zugunsten unserer Träger einhalten“, betont Landesdirektor Uwe Brückmann.
Durch eine neue Aufgabenverteilung im Betreuten Wohnen sind die Aufwendungen geringer als zunächst angenommen (der im Dezember eingebrachte Haushaltsentwurf hatte ein Volumen von 1,48 Milliarden Euro). Die Hauptursache: Für die Menschen im Betreuten Wohnen zahlen Kreise und kreisfreie Städte die Hilfe zum Lebensunterhalt oder die Grundsicherung jetzt wieder selbst. Dadurch verringert sich das Haushaltsvolumen um rund 26 Millionen Euro. Zuletzt hatte der LWV diese Kosten auf der Basis einer Sondervereinbarung erstattet.
LWV jetzt alleiniger Ansprechpartner für Menschen im Betreuten Wohnen Für die rund 8700 Menschen im Betreuten Wohnen ändert sich nur eins: Für sie ist der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen jetzt alleiniger Ansprechpartner.
Das gilt auch für alle, die erstmals einen Antrag stellen. Ab sofort sind die Sachbearbeiter/innen beim LWV in Kassel, Darmstadt oder Wiesbaden zuständig.
Sie leiten und koordinieren erstmals die so genannten Hilfeplankonferenzen, in denen geklärt wird, welche Hilfen ein behinderter Mensch braucht und wie sie organisiert werden. Außerdem ist der LWV jetzt auch für Leistungen wie Pflege, Haushaltshilfe oder Assistenz zuständig.
1,1 Milliarden Euro für die Behindertenhilfe Der größte Teil des Haushaltsvolumens entfällt auf die Behindertenhilfe: 1,1 Milliarden Euro. Immer mehr behinderte Menschen haben Anspruch auf Leistungen: Heute sind es bereits rund ein Zehntel mehr als noch 2005 (damals waren es 43.470, 2008 46.980 und für 2009 werden 48.180 erwartet).
Finanziert werden die Leistungen des LWV vor allem durch die Umlage der hessischen Kreise und kreisfreien Städte: 950,8 Millionen Euro werden diese in 2009 an den LWV zahlen, der Hebesatz liegt bei 11,668 Prozent (im Vorjahr bei 11,887 Prozent).
*Doppik heißt „doppelte Buchführung in Konten“. Das entspricht einer betriebswirtschaftlichen Kontoführung und löst das kameralistische Rechnungswesen ab.Haushalt 2009 - Übersicht Haushalt 2009 komplett