Freude über Neubau für forensische Klinik in Haina, aber Kapazitätsprobleme bleiben bestehen
Sperrfrist: 5. April 2004, 17 Uhr
Kassel/Haina (Kloster) (lwv): Mitglieder der Betriebskommission des Zentrums für Soziale Psychiatrie Haina und des Forensikbeirates der Klinik für forensische Psychiatrie Haina haben heute das neu errichtete Gebäude G 2 der forensischen Klinik besichtigt. Sie gaben so den Startschuss für die Nutzung dieses neuen Gebäudes, das die Bedingungen für Unterbringung und Behandlung verbessert, die Kapazitäten der überbelegten Klinik aber nicht erweitert. "Natürlich erfüllt uns die Inbetriebnahme des Gebäudes mit Freude. Einen ausschließlichen Grund zum Feiern gibt es mit Bezug auf die anhaltende Überbelegung in der Klinik und die Engpässe im hessischen Maßregelvollzug jedoch nicht", gab LWV-Landesdirektor Lutz Bauer bei der gemeinsamen Sitzung beider Gremien zu bedenken. Im April 2002 sei der Grundstein für diesen Neubau gelegt worden, nach nur rund zweieinhalbjähriger Bauzeit habe man den Bau vollenden können, für Investitionen im Maßregelvollzug keine Selbstverständlichkeit, so Bauer weiter.
Im neuen Gebäude wurden Räumlichkeiten für 32 Plätze (2 Stationen à 16 Betten) sowie bewegungs- und ergotherapeutische Angebote geschaffen. Mit diesen Kapazitäten schafft der Neubau Ersatz für später wegfallende Räume zweier Stationen mit insgesamt 40 Plätzen im alten Gebäude G 2. Diese Räume sollen sobald wie möglich zu Funktionsräumen umgebaut werden (Dienstzimmer für Mitarbeiter, Schulungsräume, Behandlungs- und Gruppenräume). Das neue Gebäude ist der erste Bauabschnitt von Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 9,7 Mio. €, in dem auch der Umbau des alten Gebäudes eingerechnet wurde. Auf den Neubau entfielen davon rund 5,1 Mio. €.








