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17.03.2010

„Komiko“ erneut bei Schultheatertagen

| Bild: Theatergruppe Komikissimo (Foto Max-Kirmsse-Schule)
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Am Anfang denken sie sich kleine Geschichten aus. Lehrerin Annette Lüders zeichnet dazu Skizzen. „Mit den Bildern bleibt was haften“, sagt sie. „Das ist der Weg, wie wir unsere Stücke entwickeln.“ Diesmal ist es ein Märchen: „Gesucht wird: Prinz, zwecks Königreicherweiterung“. 25 Schülerinnen und Schüler der Max-Kirmsse-Schule bringen dieses Stück am Donnerstag, 18. März, um 12 Uhr auf die Studiobühne im Staatstheater. Es ist ihr diesjähriger Beitrag zu den Schultheatertagen in Wiesbaden.


Die Theatergruppe „Komiko“ der Idsteiner LWV-Förderschule nimmt zum zweiten Mal teil. Der Erfolg des Vorjahres hat den Teilnehmern Recht gegeben. 2009 konnten sie sich sogar für die Hessischen Schultheatertage qualifizieren. Das ist in diesem Jahr ausgeschlossen: Zweimal hintereinander darf niemand beim landesweiten Festival antreten. Entmutigt hat sie das nicht.

„Es war klar, dass sich ihr Beitrag diesmal um Liebe, Partnerschaft und Pubertät ranken sollte“, sagt Annette Lüders. Neben der Partnersuche des Prinzen und der Entführung der Prinzessin enthält das Stück auch eine ganze Passage zum Thema „Was uns stört“. Da dürfen die Schauspielerinnen und Schauspieler im Alter zwischen 15 und 20 Jahren einmal aussprechen, was ihnen in ihrem eigenen, privaten Alltag nicht passt. „Die Schüler wollen sich nicht mehr alles sagen lassen“, betont Lüders. „Das gehört zu dieser Phase des Erwachsenwerdens genauso dazu, wie die Sehnsucht nach Liebe.“

Drei Klassen haben an dem Märchenstück mitgearbeitet. Manche Schülerinnen und Schüler, die schwerstmehrfachbehindert sind, haben bei den Requisiten geholfen. Andere, die sich sprachlich nicht so gut ausdrücken können, geben im Hintergrund den Rhythmus vor oder haben sich Statistenrollen ausgesucht. Elf Schülerinnen und Schüler haben die Textpassagen übernommen. Das Team hat dabei eine ganz eigene Lerntechnik entwickelt: Lehrer sprechen den Text auf eine CD. Die hören die Schauspieler und üben dabei die richtige Betonung. „Das funktioniert gut“, sagt Lüders lachend.

Doch auch untereinander helfen sich die Darsteller: Als einer der Schauspieler übte, wie ein Roboter zu gehen, musste erst ein Mitschüler vermitteln. „Ich glaube, ich kann Dir das gut erklären“, sagte er. Und es klappte. Am Donnerstag ist das Ergebnis auf der Wiesbadener Studiobühne zu sehen. Die Lehrer gehen bei „Komiko“ übrigens nicht mit auf die Bühne. Sie haben dennoch eine sehr wichtige Rolle: Sie soufflieren, falls jemand seinen Text vergisst.

Weitere Aufführungstermine: 22. bis 24.3. in der Kirmsse-Schule, jeweils 10 bis 11 Uhr

Weitere Infos zur Max-Kirmsse-Schule