150.000 Euro für den Brandschutz

 
Thomas Knierim, Regionalmanager beim LWV, hat dem Geschäftsführer der Praunheimer Werkstätten (PW) in Frankfurt, Wolfgang Rhein, heute einen Bewilligungsbescheid über 150.000 Euro für Brandschutzmaßnahmen überreicht. „Wir möchten dazu beitragen, das Wohnheim Praunheimer Mühle für die Bewohnerinnen dauerhaft und vor allem sicher zu erhalten“, sagte Knierim während des Neujahrsempfangs der Praunheimer Werkstätten. Obwohl sich die finanziellen Rahmenbedingungen aufgrund der globalen Finanzkrise deutlich verschlechtert hätten, sei der LWV bereit, sich zu engagieren.
Das Wohnheim Praunheimer Mühle bietet 46 Menschen mit einer geistigen Behinderung, darunter 16 mit einer Schwerstmehrfachbehinderung, einen Ort zum Leben. Der aus fünf Gebäuden bestehende Komplex stammt aus den 50er Jahren und wird seit 1968 als Wohnheim genutzt. Ein neues ganzheitliches Brandschutzkonzept hatte die Branddirektion der Stadt Frankfurt bereits 2008 nachdrücklich gefordert. Jetzt bekommt das Wohnheim eine neue flächendeckende Brandmeldeanlage. Auch rauchdichte Türen, ein zweiter Rettungsweg und eine Rauchabzugsanlage im Treppenhaus sollen installiert werden.
Der Wiesbadener Regionalmanager Thomas Knierim betonte in seinem Grußwort an die Neujahrsgäste, dass im Jahr 2010 neue Herausforderungen auf den LWV und seine Partner wie die Praunheimer Werkstätten zukommen werden: Die UN-Konvention fordere, dass Menschen mit Behinderungen dort wohnen, wo andere wohnen und dort arbeiten, wo andere arbeiten. Ein Projekt wie der Wohnverbund West in Höchst sei da ein positives Beispiel. Wohnheime sollten grundsätzlich nicht weiter ausgebaut werden. Im Bereich der Arbeit aber gelte es, neue Modelle und Konzepte als Alternative zur Werkstatt zu entwickeln.
„Lassen sie uns gemeinsam und hoffentlich auch mit der Stadt Frankfurt Ideen und Konzepte entwickeln, die die Ziele der UN-Konvention Wirklichkeit werden lassen“, sagte Knierim. Er wies in diesem Zusammenhang auf das Modellprojekt „Personenzentrierte Steuerung der Eingliederungshilfe in Hessen (PerSEH)“ hin. Hier werde eine neue Teilhabeplanung erprobt. Auf einer Fachtagung am 12. Mai in Hanau werde das Projekt vorgestellt.

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