Hilfe zur Schulbildung

Hilfe zur Schulbildung

Für geistig, körperlich und sinnesbehinderte Kinder wird Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung gewährt, wenn sie nur auf einer überregionalen Schule die angemessenen Rahmenbedingungen finden oder eine Schülerbeförderung nicht zumutbar ist.

Der Landeswohlfahrtsverband (LWV Hessen) trägt die Kosten in staatlich anerkannten Förderschulen in freier Trägerschaft und die Betreuung im Internat oder einem stationären Wohnheim.

Gefördert wird auch der Besuch staatlich anerkannter weiterführender Schulen oder beruflicher Schulen in freier Trägerschaft mit einem besonderen Förderaspekt.

Zielgruppe

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer wesentlichen geistigen, körperlichen oder Sinnesbehinderung ausschließlich internatsgebunden bzw. stationär beschult werden. Ein sonderpädagogischer Förderbedarf muss festgestellt worden sein.

Ziele

Behinderte Schülerinnen und Schüler sollen durch den Besuch eines Internats bzw. durch eine stationäre Betreuungsmaßnahme

  • die Möglichkeit einer ganzheitlichen Förderung erhalten,
  • eine ihren persönlichen und behinderungsbedingten Ressourcen entsprechende angemessenen Ausbildung bekommen,
  • einen Schul- bzw. Ausbildungsabschluss erreichen können.

Leistungen

Kosten für die Unterbringung im Wohnheim oder Schulinternat können vom LWV übernommen werden, wenn

  • ein schulpflichtiges Kind aufgrund einer bestehenden geistigen, körperlichen oder Sinnesbehinderung nur überregional beschult werden kann oder
  • eine Schulbeförderung behinderungsbedingt nicht zumutbar ist.

Dies gilt auch für die teilstationären Kosten bei Besuch einer überregional zuständigen Schule in privater Trägerschaft (z. B. die Blindenstudienanstalt in Marburg), wenn aufgrund der Nähe des Wohnorts zur Schule keine Unterbringung in einem Internat erforderlich ist.

Mögliche Wohnformen sind Internate für körperbehinderte sowie sinnesbehinderte Kinder und Jugendliche, Wohnheime für geistig, körperlich behinderte und sinnesbehinderte Kinder und Jugendliche und stationäre Sprachheileinrichtungen.

Soziale Landkarte

Die Soziale Landkarte informiert Sie u. a. über regionale Förderschulen für körperlich behinderte und sinnesbehinderte Kinder und Jugendliche sowie stationäre Wohnangebote für geistig behinderte Kinder und Jugendliche in Ihrem Landkreis bzw. in Ihrer kreisfreien Stadt. Sie enthält außerdem die vollstationären, teilstationären und ambulanten Angebote für behinderte Menschen in Ihrer Region und gibt Auskunft über Adressen von Einrichtungen, Diensten und Anlaufstellen für

Schritte zur Leistung

  • Sind die Voraussetzungen erfüllt?

    Sind die Voraussetzungen erfüllt?

    Für die Bewilligung dieser Leistung muss eine wesentliche geistige, körperliche oder Sinnesbehinderung vorliegen. Es gelten die jeweiligen Voraussetzungen der Eingliederungshilfe im Einzelfall.

  • Was ist eine wesentliche Behinderung?

    Was ist eine wesentliche Behinderung?

    Zwei Voraussetzungen müssen vorliegen:

    Erstens müssen Sie eine chronische Erkrankung haben, zum Beispiel

    • eine körperliche Erkrankung, auch Erkrankung des Gehirns, mit verschiedenartigen dauerhaften Folgen,
    • eine seelische Erkrankung und Abhängigkeitserkrankung,
    • eine geistige Beeinträchtigung,
    • eine Sinnesbeeinträchtigung wie Blindheit, Taubheit, fehlende Sprache oder andere Störungen der Wahrnehmung.

      Weitere Informationen erhalten Sie im Rahmen der Beratung durch den LWV Hessen oder den Träger der Rehabilitation, bei dem Sie einen Antrag gestellt haben.

    Zweitens muss Ihre Erkrankung Ihren Alltag so einschränken, dass eine selbstständige Lebensführung erschwert ist.

    Betroffen sein können die Bereiche

    • Haushaltsführung und Selbstversorgung,
    • Schulbesuch und Ausbildung,
    • Arbeitsleben,
    • Freizeitgestaltung,
    • Mobilität.

      Die Einschränkungen müssen länger als sechs Monate bestehen. Der Körper- und Gesundheitszustand muss zugleich von dem „für das Lebensalter typischen Zustand abweichen“.

    Leistungen der Eingliederungshilfe können auch Menschen in Anspruch nehmen, bei denen eine Behinderung droht. Dies wird in der Regel durch Ärztinnen und Ärzte im Rahmen einer Begutachtung festgestellt.

  • An wen kann ich mich wenden?

    An wen kann ich mich wenden?

    Bei Fragen wenden Sie sich an den LWV Hessen. Um zu dem/der für Sie regional zuständigen Ansprechpartner/in  zu gelangen, gehen Sie wie folgt vor:

    • Für Unterstützung bei körperlicher Behinderung/Sinnesbehinderung klicken Sie bitte auf diesen Link und in der erscheinenden interaktiven Hessenkarte auf Ihren Landkreis bzw. auf Ihre kreisfreie Stadt.
    • Für Unterstützung bei geistiger Behinderung klicken Sie bitte auf diesen Link und in der erscheinenden interaktiven Hessenkarte auf Ihren Landkreis bzw. auf Ihre kreisfreie Stadt.
  • Welche Formulare und Unterlagen?

    Welche Formulare und Unterlagen?

    Bitte reichen Sie beim LWV Hessen ein:

    Gegebenenfalls werden individuell weitere Unterlagen benötigt.

    Sie finden Formulare für Leistungen des LWV Hessen auch im Formular-Finder auf dieser Seite unten rechts. Die Formulare können Sie herunterladen, ausfüllen, lokal auf Ihrem Rechner speichern und ausdrucken. Bitte vergessen Sie nicht, die Unterlagen zu unterschreiben, ehe Sie sie dem LWV Hessen zusenden.

  • Wie wird die Leistung erbracht?

    Wie wird die Leistung erbracht?

    Die entstehenden Kosten für den Schulbesuch und ggf. für eine Internats- bzw. Wohnheimunterbringung werden direkt zwischen dem LWV und der Einrichtung abgerechnet.

  • Muss ich mich an den Kosten beteiligen?

    Muss ich mich an den Kosten beteiligen?

    Unter Umständen besteht eine Pflicht zur Kostenbeteiligung. Diese wird nach Prüfung der individuellen finanziellen Situation festgelegt.

Weitere Informationen

Rechtliche Grundlagen

Formular-Finder

Von Blindengeld bis
Persönliches Budget

Hier finden Sie alle Formulare für Ihren Antrag auf Leistungen des LWV Hessen, aufgegliedert in Themengebiete.