Gedenkorte – erinnern an das Leid der Opfer

Gedenkorte – erinnern an das Leid der Opfer

Mit seiner Gründung 1953 trat der LWV Hessen ein schweres Erbe an. Er übernahm von seinen Rechtsvorgängern Einrichtungen, die von den Nationalsozialisten für die Ermordung von kranken und behinderten Menschen missbraucht worden waren.

Alle psychiatrischen Krankenhäuser sowie die damalige Heilerziehungsanstalt Kalmenhof in Idstein waren in die nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen eingebunden. Auch das Krankenhaus Köppern in Friedrichsdorf, das der LWV 1967/68 von der Stadt Frankfurt übernahm, war involviert.

Mehr als 20.000 Menschen ermordet

Mehr als 20.000 Menschen wurden in diesen Häusern von 1941 bis 1945 getötet: mit Gas, Medikamenten oder durch Aushungern. Viele Einrichtungen dienten zudem als „Zwischen- und Sammelanstalten“, um die Menschen in die Gasmordanstalt Hadamar, in weitere Mordanstalten oder Konzentrationslager zu deportieren. Die damalige Landesarbeitsanstalt Breitenau wurde 1933 als frühes Konzentrationslager missbraucht. Seit Ende der 1930er Jahre diente Breitenau als „Arbeitserziehungslager“ der Gestapo für mehrere tausend ausländische Zwangsarbeiter und als Sammellager zur Überführung in Konzentrations- und Vernichtungslager.

Orte des Mahnens an Vitos-Standorten

Heute erinnern unterschiedlich gestaltete Gedenkorte an die Leiden der Opfer. Sie befinden sich an den Standorten der Tochtergesellschaften der LWV-eigenen Holding Vitos GmbH in Bad Emstal, Eltville, Friedrichsdorf, Gießen, Hadamar, Haina, Heppenheim, Herborn, Idstein, Marburg, Riedstadt und Weilmünster sowie am Hauptsitz des LWV Hessen im Ständehaus in Kassel.

Alle Orte des Gedenkens verstehen sich als Orte des Mahnens: „Mensch achte den Menschen“ steht auf der Stele auf dem Friedhof der Öffnet externen Link in neuem FensterGedenkstätte Hadamar.

Die Gedenkstättenarbeit des LWV wird durch den Fachbereich "Archiv, Gedenkstätten, Historische Sammlungen" koordiniert und wissenschaftlich betreut.

Die Öffnet externen Link in neuem FensterGedenkstätte Breitenau in Guxhagen wurde 1984 von der Universität Kassel mit Unterstützung des LWV Hessen eingerichtet.

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