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Neuigkeiten

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Zukunftssicherungsbeitrag

Eingliederungshilfe: LWV setzt Zeichen für Wandel


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12.11.2025

 

Der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV), die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) haben sich auf das Gesamtpaket „Teilhabe sichern in herausfordernden Zeiten“ verständigt. Dieser sogenannte Zukunftssicherungsbeitrag schafft finanzielle Stabilität, vereinfacht Verfahren und ebnet den Weg für eine moderne, zukunftsfähige Eingliederungshilfe in Hessen.

 

LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler und Beigeordneter Dieter Schütz betonen gemeinsam: „Was uns gemeinsam gelungen ist, ist mehr als ein finanzielles Maßnahmenpaket. Es ist ein Einstieg in notwendige Veränderung. Ein gemeinsames Versprechen, das System der Eingliederungshilfe so weiterzuentwickeln, dass es auch in Zukunft tragfähig, wirksam und menschlich bleibt. Dieses Paket steht für Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen Trägern, Einrichtungen und dem LWV. Getragen von Vertrauen, Verantwortung und der Bereitschaft, wirklich Neues zu wagen. Und dennoch ist es für alle Seiten ein Kompromiss, der auch einiges abverlangt.“

 

Im Mittelpunkt steht, Teilhabe langfristig zu sichern und Bürokratie deutlich zu reduzieren. Das Paket schafft erstmals eine Balance zwischen Entlastung, Qualität und finanzieller Steuerung. Zudem entlastet der LWV die Umlage der Kommunen mit bis zu 200 Millionen Euro aus Rücklagen bis 2028, um die Eingliederungshilfe zu stabilisieren und nachhaltig zu modernisieren. „Wir wollten kein kurzfristiges Pflaster, sondern den Einstieg in einen Transformationsprozess“, so Simmler. Dieter Schütz ergänzt: „Wir investieren gezielt in Stabilität und Modernisierung. Damit setzen wir ein Zeichen für Verlässlichkeit, Verantwortung und Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Eingliederungshilfe.“

 

Wesentliche Bestandteile des Pakets sind die Vereinfachung zentraler Verfahren, die Verschiebung der pauschalen Entgeltfortschreibung auf den 1. März 2026, die Einführung eines vereinfachten Personalnachweises als Ersatz für die bislang aufwendige Jahresdokumentation (JaDoLe) sowie die schrittweise Umsetzung der Nettoarbeitszeit nach KGSt bis 2028. Ein Kernstück bildet auch das neue Bedarfsermittlungsinstrument „PiT 26“, das gemeinsam mit Leistungserbringern erneuert wurde und in 2026 eingesetzt wird.

 

„Ein konkreter Schritt hin zu mehr Vertrauen, Effizienz und Menschlichkeit in der Eingliederungshilfe. Das Paket ist kein Symbolkompromiss“, erläutert Simmler. „Es ist eine konkrete, greifbare Entlastung, die Wirkung bei den Menschen, bei den Einrichtungen und bei den Mitarbeitenden zeigt. Und es ist der Beginn eines gemeinsamen Lernprozesses, wie wir Sozialpolitik auf Landesebene künftig nachhaltig, effizient und menschlicher gestalten können.“ Dieter Schütz: „Finanzielle Steuerung und soziale Innovation schließen sich nicht aus, denn sie gehören zusammen. Wir setzen auf intelligente Mittelverwendung, Entlastung durch Vereinfachung und gezielte Investitionen in Qualität. Nur so bleibt die Eingliederungshilfe leistungsfähig und zukunftsfest.“ Simmler und Schütz gemeinsam: „Verwaltung muss kein Bremsklotz, sondern Motor für Veränderung sein. Genau das wollen wir als LWV zeigen. Der Zukunftssicherungsbeitrag steht für Haltung und für ein gemeinsames Ziel. Für das Vertrauen, dass Veränderung in einem komplexen System möglich ist. Dafür, Teilhabe dauerhaft zu sichern. Heute ist ein guter Tag, weil wir zeigen konnten, dass wir in Hessen etwas bewegen. Gemeinsam.“

 


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