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Bäume müssen gefällt werden

Eschensterben am
Königsteich in Haina


Durch Pilz abgestorbene Eschenkronen. (Foto: Manfred Albus)

Durch Pilz abgestorbene Eschenkronen. (Foto: Manfred Albus)

14.02.2020

Kassel/Haina (lwv): Ab Montag, 17.02.2020, werden Mitarbeiter der Stiftungsforsten Fällarbeiten durchführen. Im Einsatz sind Rückfahrzeuge und ein Hubsteiger. In dieser Zeit wird die Zufahrt zu den Stiftungsforsten Kloster Haina und damit auch ein Teil des Kellerwaldsteiges temporär voll gesperrt, um bei den Fällarbeiten die Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Die Arbeiten werden voraussichtlich eine Woche andauern.

Einige Eschen um den Königsteich am Rande der Ortschaft Haina müssen gefällt werden. Die Bäume, die seit vielen Jahrzehnten das Ufer des Teiches prägen, sind an einer asiatischen Pilzart erkrankt, die inzwischen in ganz Deutschland Ursache für ein Eschensterben ist. Eine Behandlung der Bäume ist nicht möglich, da der Erreger der Pilzart Hymenoscyphus pseudoalbidus an den Blattstielen überwintert. Den Eschen am Königsteich sieht man die Pilzerkrankung bereits deutlich an: Die Kronen weisen nur noch wenig Feinreisig auf und viele, auch starke Äste tragen längst kein Laub mehr.

Rund um den Königsteich im Naturschutzgebiet "Wohrateiche bei Haina" läuft ein beliebter Wanderweg - ein Teil des sogenannten Stamford'schen Gartens - und auf der betroffenen Seite der Eschenkulisse auch der Kellerwaldsteig. Um Spaziergänger, die auf dem Weg die geschützte Natur genießen wollen, nicht zu gefährden, müssen die Eschen entnommen werden.

Auf der Höhe des Königsteiches werden die Eschen in den Teich gefällt und dann herausgezogen und abgefahren, um die befestigte Zuwegung zur Verwaltung zu schonen. Die Eschen im Bereich des angrenzenden Auwaldes werden mittels Hubsteiger abgetragen. So fallen sie nicht in den Auwald, der durch die weit ausladenden Kronen sonst großen Schaden nehmen würde. Die Fällung muss im Februar, vor Beginn der Brut- und Setzzeit erfolgen, um brütende Vögel nicht zu gefährden. Eine Sichtkontrolle vom Boden hat keine für Fledermäuse relevanten Höhlen oder Spalten ergeben.

Die geplanten Maßnahmen wurden im Vorfeld detailliert mit der zuständigen Oberen Naturschutzbehörde abgestimmt und sind von dort genehmigt.

 

 


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