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Gemeinsamer Standort geplant

Neubau für Feldberg- und Max-Kirmsse-Schule


Gebäude Max-Kirmssee-Schule

Empfohlener Standort für einen Neubau: die Freifläche vor der Max-Kirmsse-Schule in Idstein (Foto: LWV Hessen)

03.06.2020

Kassel/Idstein (lwv): Der LWV Hessen plant, in Idstein einen neuen gemeinsamen Schulstandort für die Feldbergschule und die Max-Kirmsse-Schule zu schaffen. Dem haben die Mitglieder des Verwaltungsausschusses jetzt zugestimmt. Nun steht noch die Zustimmung der Abgeordneten der Verbandsversammlung aus, bevor die Pläne umgesetzt werden können. „Mit dem Neubau für unsere beiden Schulen am Kirmsseweg, Ecke Im Rauental erzielen wir Einspareffekte und wesentlich bessere Lernbedingungen für beide“, betont der zuständige hauptamtliche Beigeordnete Dieter Schütz. „Beide Schulen behalten dennoch ihre Autonomie mit eigenen Gebäudeteilen, Eingängen und Pausenhöfen.“

In der Feldbergschule werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die in Jugendhilfeeinrichtungen von Vitos Teilhabe betreut werden (Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung) oder in der Vitos kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik Idstein in Behandlung sind. Die Max-Kirmsse-Schule ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Die meisten der Schüler kommen hier ebenfalls aus Jugendhilfeeinrichtungen von Vitos Teilhabe. Träger beider Schulen ist der LWV.

Die Schulgebäude am Großen Feldbergweg und am Kirmsseweg sind in den 50-er Jahren errichtet und in den 60-er und 80-er Jahren durch weitere Bauten ergänzt worden. An beiden Standorten besteht ein großer Sanierungsstau. Auch ist der Raumbedarf der Feldbergschule aufgrund steigender Schülerzahlen gewachsen. Der LWV müsste zusätzliche Räume schaffen und somit entweder neu bauen oder Gebäude anmieten. In der Max-Kirmsse-Schule wurden Räume in verschiedenen Gebäudeteilen stillgelegt, da die Schülerzahlen hier gesunken sind, seit die Schule nur noch einen Förderschwerpunkt hat.

Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass ein Neubau auf dem Gelände der Feldbergschule viele Probleme aufwerfen würde. Durch die Hanglage des Grundstücks und den felsigen Untergrund wäre ein Neubau sehr aufwändig zu gründen. Da das neue Gebäude am oberen Rand des Geländes errichtet werden müsste, wären zusätzliche Erschließungskosten nötig und die Schule würde dicht an die benachbarte Wohnbebauung rücken. Vor allem aber würde der Schulweg während der Bauzeit durch Baufahrzeuge beeinträchtigt.

Auf dem Gelände der Max-Kirmsse-Schule hingegen ist genügend Platz und es besitzt einen guten Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr. Der Schulbetrieb könnte während der Bauphase wie gewohnt weitergehen. Das Gelände für den Doppel-Neubau ist leichter zu erschließen. Darüber hinaus verfügt die Max-Kirmsse-Schule über einen erst 2014 grundlegend sanierten Sporthallenkomplex.

In der Machbarkeitsstudie vorgeschlagen ist ein S-förmiger Baukörper. Beide Schulen sollen abgetrennte Bereiche, eigene Eingänge und Schulhöfe erhalten. Die Sporthalle könnte von Klassen beider Schulen genutzt werden. Auch deshalb ist ein Neubau auf dem Gelände am Kirmsseweg, Ecke Im Rauental ökonomischer. Die Baukosten werden mit voraussichtlich rund 21 Millionen Euro veranschlagt.


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