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Gedenkort Kalmenhof

Grabungen sollen Ausmaße ergründen


Mahnmal in Idstein: Ein Steinrondell und ein Gedenkkreuz auf dem Gelände hinter dem ehemaligen Kalmenhof-Krankenhaus erinnern seit 1986 an die Euthanasie-Opfer. (Foto: Bettina Müller)

15.03.2021

Kassel/Idstein (lwv/vitos): Am Dienstag, dem 16. März, wird das Gelände des Gedenkortes Kalmenhof erneut untersucht. Durch gezielte Angrabungen sollen die genauen Abmessungen des Gräberfeldes eruiert werden. Dabei werden keine Gräber geöffnet, sondern es wird die Beschaffenheit des Erdreichs untersucht. Das Gelände, das sich im Eigentum des Landeswohlfahrtsverbandes befindet, wird von Experten der Abteilung HessenArchäologie des Landesamtes für Denkmalpflege und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sondiert.

Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Wochen andauern, Bäume und Gestrüpp am oberen Rand der Fläche wurden bereits entfernt. Ziel der Arbeiten ist es, die genauen Ausmaße der Grablagen festzustellen, insbesondere an den Rändern. Denn der Gedenkort soll neu gestaltet und eingefasst werden.

Durch den Forschungsbericht zweier Historiker gab es ursprünglich Vermutungen, dass sich das Gräberfeld neben dem ehemaligen Kalmenhof-Krankenhaus sehr viel weiter erstreckte, als in der derzeitigen Gestaltung erkennbar. Bei Angrabungen im Sommer 2020 hatten sich diese Vermutungen nicht bestätigt. Allerdings fanden die Experten heraus, dass mindestens eine Grabgrube in den Hang hineinragt, an dem sich bis vor kurzem noch Gestrüpp und Bäume befanden.

Wenn die Ergebnisse der Sondierungsgrabungen vorliegen, beginnt die Planung für eine Neugestaltung des Gedenkortes.


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