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Inklusives Kulturprojekt

Tandem-Führungen in Frankfurter Museen


Inklusives Tandem im Frankfurter Museum für Moderne Kunst

Inklusives Tandem im Frankfurter Museum für Moderne Kunst. (Foto: Werner Szeimis)

Menschen mit und ohne Behinderungen machen gemeinsam Führungen in Frankfurter Museen und Kunstinstitutionen: Im Weltkulturen Museum am 2. Oktober, im Jüdischen Museum Frankfurt am 10. Oktober, im Museum für Moderne Kunst am 17. Oktober, in der SCHIRN Kunsthalle am 23. Oktober und im Historischen Museum am 26. Oktober.

Das Angebot richtet sich an Besucherinnen und Besucher mit und ohne Behinderungen. Die Idee zu dem Projekt #einfachreinkommen stammt von der Lebenshilfe Frankfurt. "Menschen mit Behinderungen bringen ihre Perspektive auf Ausstellungsstücke ein. Im Tandem mit einer Museumsmitarbeiterin oder einem Museumsmitarbeiter eröffnen sie neue Zugänge zu ausgewählten Ausstellungstücken", erläutert Maria Hauf von der Lebenshilfe Frankfurt den Ansatz.

Der gemeinnützige Verein hat in diesem Jahr 60sten Geburtstag. Mit Kultur- und Freizeitangeboten hat die Lebenshilfe Frankfurt angefangen. "Wir entwickeln uns weiter. Heute geht es nicht nur um Teilhabe, sondern auch um Teilgabe. Wir wollen zeigen: Menschen mit Behinderungen können viel beitragen zu einem guten Zusammenleben", fasst der Vorstand der Lebenshilfe Frankfurt, Volker Liedtke-Bösl, die Zielsetzung zusammen.

Auch die beteiligten Kulturinstitutionen sind von diesem inklusiven Ansatz überzeugt. Ihr Perspektiv-Wechsel hat bereits im Mai 2021 mit den Vorbereitungen begonnen. Unter Corona-Bedingungen fanden die ersten Workshops und das Kennenlernen der Teams auf Gut Hausen bei der Lebenshilfe Frankfurt statt. "Durch diese Zusammenarbeit können wir neuen Besucherinnen und Besuchern den Zugang ins Museum erleichtern", war das einhellige Feedback der Museumsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter, "schon jetzt ein absoluter Mehrgewinn!" Auch das Museum für Kommunikation und das Deutsche Architekturmuseum beteiligen sich an dem inklusiven Museumsprojekt – dort fanden die Führungen bereits im September statt.

Welche Wirkungen dieser partizipative Ansatz für das Museumserlebnis mit sich bringt, können Kulturinteressierte bei #einfachreinkommen selbst ausprobieren. Interessierte melden sich bei der Lebenshilfe Frankfurt: Maria Hauf, Telefon 069 174 892 771, E-Mail m.hauf@lebenshilfe-ffm.de.

Weitere Informationen unter www.lebenshilfe-ffm.de


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