Neuigkeiten

Neuigkeiten

40 Angebote in ganz Hessen

12,08 Millionen Euro für die Wohnungslosenhilfe


Blick in die Tagesaufenthaltsstätte des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Schwalm-Eder

Blick in die Tagesaufenthaltsstätte des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Schwalm-Eder in der Steinmühle 1a in Fritzlar (Foto: Katja Reich)

27.09.2021 

Kassel (lwv): Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen fördert Fachberatungsstellen und Tagesaufenthaltsstätten für alleinstehende Wohnungslose in Hessen in diesem Jahr mit 12,08 Millionen Euro, das sind rund 423.000 Euro mehr als 2020. Das hat der LWV-Verwaltungsausschuss heute beschlossen. „Seit eineinhalb Jahren verschärft die Corona-Pandemie noch zusätzlich die Lage der Menschen, die unter prekären Verhältnissen auf der Straße leben und oft ohnehin schon mit körperlichen und seelischen Problemen zu kämpfen haben“, sagt LWV-Landesdirektorin Susanne Selbert. Da sei es gut, dass die Träger der Angebote mit entsprechenden Hygienekonzepten versuchen, die Beratungsarbeit weiterzuführen und die Tagesaufenthaltsstätten offen zu halten, so Selbert.

40 Tagesaufenthaltsstätten und Beratungsstellen für alleinstehende Wohnungslose gibt es in Hessen. Sie werden zu rund 95 Prozent vom LWV Hessen finanziert. Die Höhe der Zuwendungen richtet sich vor allem nach dem Umfang des Leistungsangebots und der Personal- und Sachausstattung.

In Tagesaufenthaltsstätten erhalten wohnungslose Männer und Frauen kalte und warme Mahlzeiten und Getränke. Außerdem können sie hier duschen, ihre Wäsche waschen, Gepäck aufbewahren und einiges mehr. Oft gibt es Kleiderkammern und den Menschen wird bei Bedarf ärztliche oder auch psychosoziale Hilfe vermittelt.

Neben dieser Unterstützung im Alltag steht die Beratung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen helfen Menschen dabei, sich wieder niederzulassen. Sie informieren und unterstützen, wenn die Klienten Leistungen beantragen, begleiten sie bei Behördengängen, bei der Wohnungs- und Arbeitssuche oder bei der Suche nach einem Therapieplatz. Dabei kooperieren die Beratungsstellen mit anderen Angeboten wie der Sucht- oder Schuldnerberatung.


< Vorheriger Artikel