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Gedenktag für NS-Opfer

"Unsere Demokratie
verteidigen"


Zur Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus kamen rund 100 Gäste. (Foto: Landtag Kanzlei)

Zur Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus kamen rund 100 Gäste. (Foto: Landtag Kanzlei)

27.01.2017

Höchst (lwv): "Der heutige Gedenktag mahnt uns zur Vorsicht. Unsere Demokratie ist nicht unangreifbar. Und gerade deshalb erfordert sie eine klare Verteidigung", sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier anlässlich der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus. Heute zeigten sich wieder erschreckende Parallelen zu jener Zeit, betonte Bouffier unter Hinweis auf das Erstarken von Populisten und Extremisten auf der Welt.

Die gemeinsame landesweite Gedenkveranstaltung hat in diesem Jahr der Hessische Städte- und Gemeindebund ausgerichtet. Für den Landeswohlfahrtsverband Hessen nahm Landesdirektor Uwe Brückmann teil. Insgesamt waren am Vormittag rund 100 Menschen in das Bürgerhaus von Höchst im Odenwald gekommen. In seinem diesjährigen Gedenkvortrag widmete sich der Historiker Dirk Strohmeyer den "Unterdrückungsmechanismen der NS-Diktatur im ländlichen Raum".

Der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus ist von dem damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog 1996 ins Leben gerufen worden. Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz werden deutschlandweit Gedenkveranstaltungen ausgerichtet. In Hessen wird diese im Wechsel von der Staatskanzlei, dem Landtag, den kommunalen Spitzenverbänden und dem Landeswohlfahrtsverband getragen.

Landtagspräsident Norbert Kartmann erinnerte in seinem Schlusswort an Roman Herzog, der am 10. Januar 2017 gestorben ist. "Jedes Jahr aufs Neue werden wir der Opfer gedenken, damit die schrecklichen Geschehnisse und grauenvollen Taten der Nationalsozialisten niemals vergessen werden", sagte er.


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