DER PERSONENZENTRIERTE INTEGRIERTE TEILHABEPLAN (PiT )

DER PERSONENZENTRIERTE INTEGRIERTE TEILHABEPLAN (<B><I>PiT</I></B> )

Ab dem 1. April 2020 wird schrittweise der Personenzentrierte integrierte Teilhabeplan (PiT) als Instrument des LWV Hessen zur Bedarfsermittlung und Teilhabeplanung eingeführt. Im Juli 2019 haben wir bereits mit diesem Schreiben die Leistungserbringer informiert.

Der PiT führt den im LWV Hessen bereits mit dem bisherigen Instrument (ITP Hessen) eingeschlagenen Weg der integrierten und personenzentrierten Bedarfsermittlung und Teilhabeplanung in der Eingliederungshilfe fort. Er ist ausgerichtet auf die Vorgaben und Ziele des Bundesteilhabegesetzes.

Der PiT

  • fordert und unterstützt die personenzentrierte Grundhaltung und die aktive Mit-Gestaltung der Menschen mit Behinderung im Prozess der Bedarfsermittlung, Teilhabe- und Gesamtplanung.
  • stellt die individuellen Ziele und Vorstellungen, die Lebenswelt und die Lebenslage der leistungsberechtigten Person in den Mittelpunkt.
  • bietet durch seine Freitextfelder eine hohe Aussagefähigkeit, um als Grundlage für die Planung, Gestaltung und Erbringung von Unterstützungsleistungen zu dienen.
  • realisiert die gesetzlich und inhaltlich gewollte Orientierung am bio-psycho-sozialen Modell der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
  • sichert die Anforderungen an die Dokumentation und Nachprüfbarkeit von Bedarfsermittlung und Teilhabeplanung.
  • ermittelt und dokumentiert Informationen, die Einfluss auf die Feststellung der Zuständigkeit von Leistungsträgern haben.
  • entspricht den gesetzlichen Anforderungen der §§ 13, 118 SGB IX und setzt die Kriterien des Gesamtplanverfahrens gemäß § 117 SGB IX um
  • entspricht den rechtlichen Anforderungen an die Barrierefreiheit.

Zurzeit werden PiT-Dozentinnen und -Dozenten durch den LWV Hessen ausgebildet und zertifiziert. Die Schulungen für Anwenderinnen und Anwender werden ausschließlich durch zertifiziertes Personal erfolgen. Hierzu haben die Dachverbände der Leistungserbringer, ihre Bildungsträger und der LWV Hessen eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Die Kosten für die Anwenderschulungen tragen Leistungsträger und Leistungserbringer jeweils selbst. Die Schulungen zum Datenverarbeitsverfahren PerSEH bietet der LWV kostenfrei an.

So erfolgt die schrittweise Einführung des PiT

  • im Rahmen des Stufenplans ab Stufe 4

    im Rahmen des Stufenplans ab Stufe 4

    Die Schulungen werden zunächst im Rahmen des Stufenplans zur Einführung des neuen Gesamtplanverfahrens auf die Leistungserbringer in den Umstellungsregionen der 4. Stufe (Stadt Offenbach, Landkreis Offenbach, Landkreis Groß-Gerau, Main-Taunus-Kreis, Odenwaldkreis, Landkreis Limburg-Weilburg) ausgerichtet.

    Angeboten werden die Schulungen ab März 2020 durch die Bildungsträger; die Ausschreibung wird ab Dezember 2019 erfolgen. Diese 2-tägigen Anwenderschulungen sind kostenpflichtig. Sie sind fachliche Voraussetzung für die Anwendung des PiT. Bildungsträger sind: Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e. V., Paritätische Akademie Süd GmbH, Akademie für Pflegeberufe und Management (apm gGmbH), Ludwig-Noll-Verein e. V., Caritasverband für die Diözese Mainz e. V.

    Sobald die Termine der Anwenderschulungen feststehen, finden Sie Informationen dazu hier.

  • im Rahmen der Umstellung der Regionen der Stufen 1 bis 3 vom ITP Hessen auf den PiT

    im Rahmen der Umstellung der Regionen der Stufen 1 bis 3 vom ITP Hessen auf den PiT

    In den Regionen der Stufen 1 bis 3 und in den PerSEH-Regionen wird zunächst weiter der Integrierte Teilhabeplan (ITP) Hessen eingesetzt. Ab Mitte 2020 werden die Stufen 1 bis 3 schrittweise vom ITP auf den PiT umgestellt:

    • Stufe 1 ab 01.07.2020
    • Stufe 2 ab 01.01.2021
    • Stufe 3 ab 01.07.2021

    Fachliche Voraussetzung für die Anwendung des PiT ist hier eine eintägige sogenannte Ergänzungsschulung. Diese Ergänzungsschulung ist nur für zukünftige Anwenderinnen und Anwender des PiT geeignet, die bereits auf den ITP Hessen geschult sind.

    Die Kosten für diese Ergänzungsschulung übernimmt der LWV Hessen. Dies gilt ausschließlich für diejenigen Anwenderinnen und Anwender, die in den Stufen 1 bis 3 (2018/2019) im Rahmen der in Hessen abgeschlossenen Franchiseverträge auf den ITP Hessen geschult wurden und in Zukunft im Rahmen des Gesamtplanverfahrens des LWV Hessen den PiT anwenden werden.

    Ausgeschrieben und organisiert werden die Ergänzungsschulungen durch die Bildungsträger. Bildungsträger sind: Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e. V., Paritätische Akademie Süd GmbH, Akademie für Pflegeberufe und Management (apm gGmbH), Caritasverband für die Diözese Mainz e. V.

    Sobald die Termine der Ergänzungsschulungen feststehen, finden Sie Informationen dazu hier.

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