HILFE ZUR PFLEGE

Durch das Eintreten von Pflegebedürftigkeit tritt bei den Betroffenen und Angehörigen oftmals eine komplette Änderung der Lebenssituation ein. Es stellt sich die Frage, ob eine Versorgung in einem Alten- und Pflegeheim erforderlich ist. Vor einem Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung sollte allerdings immer geprüft werden, inwieweit ein Verbleib in der eigenen Wohnung unter Mithilfe verschiedener ambulanter Angebote möglich ist.

Sollte jedoch die Entscheidung für ein Pflegeheim getroffen sein, besteht die Möglichkeit, die Übernahme der nicht durch eigenes Einkommen und Vermögen gedeckten Kosten aus Mitteln der Sozialhilfe zu beantragen.

Wo können Sie Hilfe erhalten?

In Hessen ist die Zuständigkeit für die Gewährung von Hilfe zur Pflege in Alten- und Pflegeheimen auf die örtlichen Träger der Sozialhilfe und auf den überörtlichen Träger der Sozialhilfe, den Landeswohlfahrtsverband, aufgeteilt: Menschen, die das 65. Lebensjahr bereits vollendet haben, können Leistungen vom örtlichen Träger der Sozialhilfe erhalten. Die Hilfe für Menschen, die das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, wird vom Landeswohlfahrtsverband Hessen erbracht.

Wer erhält stationäre Hilfe zur Pflege?

Sie können Hilfe zur Pflege bekommen, wenn Sie körperlich, geistig oder seelisch behindert sind und deshalb

  • für die gewöhnlichen regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens
  • voraussichtlich für mindestens 6 Monate
  • in erheblichem Umfang

der Hilfe bedürfen.

Bitte beachten Sie: Diese Leistung ist Sozialhilfe. Wir müssen deshalb prüfen, ob Sie die Kosten ganz oder zumindest zu einem Teil selbst zahlen können. Mehr dazu finden Sie unter Öffnet internen Link in aktuellem FensterKostenbeteiligung Leistungsberechtigter

Welche Alternativen gibt es?

Wir möchten gern vermeiden, dass sich jüngere Menschen grundsätzlich und endgültig für ein Alten- und Pflegeheim entscheiden, weil sie keine Alternativen kennen.

Wir möchten Sie daher an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass wir gerade für jüngere Menschen folgende Möglichkeiten sehen:

Was umfasst die Hilfe?

Bei einer Kostenübernahme für die Betreuung in einem Alten- und Pflegeheim wird von uns der Pflegesatz als Hauptleistung übernommen. Als Nebenleistung wird ein Barbetrag zur persönlichen Verwendung monatlich gezahlt.

Vorrangig ist bei pflegeversicherten Menschen das Pflegegeld der Pflegekasse an die Einrichtung zu zahlen. Von uns wird dann die Differenz übernommen. Stellt ein gesetzlich Versicherter oder sein Vertreter einen Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung, wird der Pflegebedürftige zunächst durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) begutachtet. Sodann trifft die Pflegekasse die Leistungsentscheidung über das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit und die Pflegestufe unter maßgeblicher Berücksichtigung des Öffnet externen Link in neuem FensterMDK-Gutachtens.

Eine Öffnet internen Link in aktuellem FensterKostenbeteiligung des Leistungsberechtigten selbst sowie ggf. der Angehörigen wird vor der Entscheidung über die Kostenübernahme überprüft.

Schritte zur Leistung

Zu den Öffnet internen Link in aktuellem FensterAntragsformularen

Soziale Landkarte

Die Soziale Landkarte gibt Auskunft über Adressen von Einrichtungen, Diensten und Anlaufstellen in Hessen für