WERKSTÄTTEN FÜR BEHINDERTE MENSCHEN

WERKSTÄTTEN FÜR BEHINDERTE MENSCHEN

Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sind Einrichtungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie bieten behinderten Menschen Leistungen zur beruflichen Rehabilitation und Eingliederung in das Arbeitsleben an, wenn eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht, noch nicht oder noch nicht wieder möglich ist.

Angeboten werden

  • Leistungen zur beruflichen Bildung und
  • eine Beschäftigung zu einem angemessenen Arbeitsentgelt.

Behinderten Menschen soll mit dieser Beschäftigung ermöglicht werden, ihre Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit zu erhalten, zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und dabei ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Die WfbM haben daneben die Aufgabe, den Übergang ihrer behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den allgemeinen Arbeitsmarkt im Einzelfall zu fördern. Unter dieser Zielsetzung wird die Vermittlung

  • von Praktikumsplätzen und
  • Beschäftigungsplätzen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, (Betriebsintegrierte Beschäftigungsplätze, kurz BiB)

angeboten. Dabei wird die notwendige Unterstützung während dieser Tätigkeit durch die WfbM sichergestellt.

WfbM leisten einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe am Arbeitsleben in der Gemeinschaft, denn sie sind für behinderte Menschen ein Ort des Arbeitens und der Begegnung. Kostenträger für diese Leistungen sind vor allem

  • die Agenturen für Arbeit,
  • die Deutsche Rentenversicherung
  • und der Landeswohlfahrtsverband Hessen.

Informationen über die WfbM, deren verschiedene Bereiche, die rechtlichen Grundlagen sowie die Zuständigkeiten finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier (Ablaufdarstellung bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in einer WfbM)

Für wen kommt eine WfbM in Frage?

Sie können wegen der Art oder dem Umfang Ihrer Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden? Eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) könnte eine Möglichkeit der Unterstützung für Sie sein.

Eine Werkstatt dient zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung ins Arbeitsleben. Sie soll Ihnen die Möglichkeit bieten zu arbeiten und Sie unter anderem auf eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereiten. 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Es muss eine wesentliche Behinderung vorliegen und nach dem Durchlaufen des Berufsbildungsbereiches müssen Sie in der Lage sein, wenigstens ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit zu erbringen.

Welche Bereiche gibt es in der Werkstatt?

Die Beschäftigung beginnt mit dem Eingangsverfahren. Dort sollen folgende Fragen beantwortet werden: Ist die Werkstatt die geeignete Einrichtung für Ihre Teilhabe am Arbeitsleben? Welche Arbeitsangebote der Werkstatt kommen für Sie in Betracht? Sind noch andere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sinnvoll? Das Eingangsverfahren dauert drei Monate.

Die Aufgabe des Berufsbildungsbereiches besteht darin, die Leistungs- und Erwerbsfähigkeit soweit wie möglich zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen. Beim Abschluss des Berufsbildungsbereichs sollen Sie in der Lage sein, in der Werkstatt ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit zu erbringen. Der Berufsbildungsbereich dauert bis zu zwei Jahre.

Nach dem Berufsbildungsbereich folgt der Wechsel in den Arbeitsbereich. Sie arbeiten in der Werkstatt und werden durch die Angebote dort gefördert. Die Beschäftigung dauert, solange die Voraussetzungen dafür vorliegen. Sie endet, wenn Sie auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden können oder spätestens mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze. Die Altersgrenze für die Beschäftigung im Arbeitsbereich richtet sich nach dem Renteneintrittsalter, welches nach Geburtsjahrgängen schrittweise auf die Vollendung des 67. Lebensjahres angehoben wird.

Nach 20 Jahren Mitarbeit in einer WfbM besteht Anspruch auf eine volle Erwerbsunfähigkeitsrente.

Eine Alternative zum Arbeitsbereich in der Werkstatt könnte ein Betriebsintegrierter Beschäftigungsplatz (BiB) sein. Sie arbeiten dann nicht in der Werkstatt selbst, sondern in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes. Die Betreuung wird weiterhin über die Werkstatt sichergestellt.

An wen kann ich mich wenden?

Für die Bewilligung von Leistungen im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich können

  • die Bundesagentur für Arbeit
  • die Träger der Unfallversicherung
  • die Berufsgenossenschaft
  • die Träger der Rentenversicherung
  • die Träger der Kriegsopferfürsorge

zuständig sein.

Für die Bewilligung von Leistungen im Arbeitsbereich können außerdem

  • der Träger der öffentlichen Jugendhilfe oder
  • der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen als Träger der Öffnet internen Link in aktuellem Fensterüberörtlichen Sozialhilfe
  • die Unfallversicherung oder
  • die Kriegsopferfürsorge zuständig sein.

Wann kommt die Werkstatt nicht in Frage?

Die Beschäftigung ist jedoch nicht für alle behinderte Menschen möglich. Man geht davon aus, dass für lernbehinderte Menschen grundsätzlich ein Job im allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden werden kann. Gleiches gilt für erwerbsfähige schwerbehinderte und teilweise erwerbsgeminderte Menschen.

Die Beschäftigung in einer Werkstatt endet mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze. 

Bei der Aufnahme im Eingangsverfahren gilt als Grenze das 60. Lebensjahr, weil für einen behinderten Menschen dann meist schon ein Anspruch auf Rente besteht.

Welche Alternativen gibt es?

Eine Alternative zu den WfbM sind Öffnet internen Link in aktuellem FensterTagesförderstätten. Die Tagesförderstätte stellt jedoch keine Einrichtung zur Eingliederung ins Arbeitsleben dar. Diese Einrichtungsform soll die Teilhabe der behinderten Menschen sicherstellen, die die Voraussetzungen für die Beschäftigung in einer Werkstatt nicht erfüllen. Meist sind dies Menschen, deren Behinderung nicht mehr zulässt, dass ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit erbracht wird.

Schritte zur Leistung

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