Mitwirkungspflichten von Blindengeldbeziehern

Folgende Sachverhalte können Einfluss auf die Blindengeldzahlungen haben und sind dem LWV Hessen zeitnah anzuzeigen:

1. Leistungen aus der Pflegeversicherung
In diesem Fall wird eine Fotokopie des erstmaligen Bewilligungsbescheides oder des Änderungsbescheides der Pflegekasse benötigt, wenn sich der Pflegegrad geändert hat. Pflegeleistungen sind ab dem Folgemonat der Bewilligung bzw. Änderung durch die Pflegekasse teilweise anzurechnen und haben eine Kürzung der Zahlung zur Folge.

2. Veränderungen des Sehvermögens
Darüber hinaus auch geplante bzw. durchgeführte Augenoperationen, Augen-/Laserbehandlungen oder Injektionstherapien. Dies kann Auswirkungen auf die Höhe bzw. die Weiterzahlung der Leistung haben.

3. Aufnahme in einem Krankenhaus, einem Pflegeheim oder einer anderen vollstationären Einrichtung
Die Aufnahme beispielsweise in einem Internat, einer Reha-Einrichtung, eine Berufs- und Umschulungsmaßnahmen und ähnliches kann Auswirkungen auf die Höhe bzw. die Weiterzahlung der Leistung haben.

4. Änderungen des Einkommens und Vermögens
(vor allem bei Ansprüchen nach dem Bundesversorgungsgesetz, Aufstockungsleistungen nach § 72 SGB XII, Leistungen eines gesetzlichen Unfallversicherungsträgers sowie anderen Leistungen, die wegen der Sehbehinderung gezahlt werden).

Eine Veränderung des Einkommens und Vermögens kann Auswirkungen auf die Höhe bzw. die Weiterzahlung der Leistung haben.

5. Wechsel der Wohnung
Bei Wohnungswechsel in ein anderes Bundesland oder in das Ausland entfällt grundsätzlich die Zuständigkeit des LWV Hessen und somit der Anspruch auf die Leistung. Dies gilt auch in den Fällen, in denen der Wohnort in Hessen als 1. Wohnsitz beibehalten wird.

6. Wechsel des Geldinstitutes oder der Kontonummer

7. Blindheitsbedingte Mehraufwendungen

Wenn die Nutzung des Blindengeldes ganz oder teilweise nicht mehr möglich ist, ist die Blindengeldstelle zu informieren.