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Neuigkeiten

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7. Psychiatrietag in Korbach

Seelische Erkrankungen enttabuisieren


Das Team des Fachbereichs Teilhabe Nord-Ost am LWV-Stand

Das Team des Fachbereichs Teilhabe Nord-Ost mit Leiter Frank Nikutta (5. v. l.) am LWV-Stand (Foto: LWV)

Korbach (lwv): Unter dem Motto „Stigmatisierung abbauen – Psychische Gesundheit geht uns alle an“ fand kürzlich im Bürgerhaus Korbach der 7. Psychiatrietag des Landkreises Waldeck-Frankenberg statt. Neben zahlreichen regionalen Leistungserbringern war auch der LWV Hessen als Mitveranstalter mit einem Informationsstand vertreten. In vielen Gesprächen ließen sich die Besucherinnen und Besucher von den LWV-Mitarbeitenden des Fachbereichs Teilhabe Nord-Ost über die Leistungen der Eingliederungshilfe beraten.

Finanzielles Engagement und regionale Versorgung

Frank Nikutta, zuständiger Fachbereichsleiter des LWV Hessen, verdeutlichte während der Veranstaltung den hohen Stellenwert der sozialen Versorgung in der Region. Der LWV ist im Rahmen der Eingliederungshilfe für rund 2.200 Menschen im Landkreis Waldeck-Frankenberg zuständig. Rund 850 Personen erhalten Leistungen aufgrund psychischer Erkrankungen. Für die Hilfen für Menschen mit einer seelischen Behinderung wendet der Verband im Landkreis jährlich mehr als 18 Millionen Euro auf.

Herausforderungen durch lange Wartezeiten

Trotz des starken Engagements wies Nikutta auf eine kritische Lücke in der Versorgung psychisch Erkrankter hin: Betroffene müssen im Durchschnitt 142 Tage auf einen Therapieplatz warten. „Wenn sich die Rahmenbedingungen weiter verschlechtern, müssen wir befürchten, dass sich diese Wartezeiten noch verlängern“, warnte Nikutta mit Blick auf mögliche Honorarkürzungen für Psychotherapeuten.

Ein Tag des Austauschs und der Praxis

Der Psychiatrietag bot Fachkräften, Betroffenen und Bürgern eine Plattform für den Dialog. Ein reger Austausch, auch am Stand des LWV Hessen, fand statt. Neben Vorträgen zur Entstigmatisierung und persönlichen Berichten über das Leben mit Depressionen standen Workshops im Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf praktischen Ansätzen wie dem „Offenen Dialog“ oder Entspannungstechniken wie Qigong, die einen niedrigschwelligen Zugang zur Achtsamkeit ermöglichten. 

 


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