
Auftaktveranstaltung (v.l.): Dieter Schütz, LWV Hessen, Yasmin Alinaghi, Der Paritätische Hessen, Joanna Cimring, Agentur Brand Factory, Heike Hofmann, Hessische Sozialministerin, Carsten Tag, Liga der freien Wohlfahrtspflege, Thomas Herzberger, Schaffensgeist GmbH Quelle: Brand Factory / HMSI
09.06.2026
Butzbach. Im Rahmen eines Fachtags der Eingliederungshilfe hat Sozialministerin Heike Hofmann am Montag in Butzbach den offiziellen Startschuss für die Werbe- und Imagekampagne „mach’s machbar!“ zur Fachkräftesicherung gegeben: „Ich erlebe in meinem Amt täglich, was unsere Gesellschaft trägt: Kooperation, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Genau darauf basiert die Tätigkeit in der Eingliederungshilfe. Doch hier werden dringend Fach- und Hilfskräfte benötigt, die die Menschen, die darauf angewiesen sind, begleiten, unterstützen und deren Teilhabe ermöglichen – eben Kräfte, die es machbar machen“, sagte die Ministerin im Rahmen der gemeinsam mit den Spitzenverbänden der Leistungserbringer der Eingliederungshilfe sowie dem Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen ausgerichteten Veranstaltung.
Eingliederungshilfe ist eine staatliche Sozialleistung, die Menschen mit Behinderungen oder drohenden Behinderungen dabei unterstützt, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Anzahl derer, die einen Anspruch auf diese Leistung haben ist in Hessen in den vergangenen Jahren gestiegen, während der demografische Wandel voranschreitet. Bereits jetzt können bei vielen Leistungsangeboten der Eingliederungshilfe freie Stellen nicht mehr mit dem dafür notwendigen Personal besetzt werden, was die bedarfsgerechte Versorgung immer mehr erschwert. „Die Eingliederungshilfe ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres sozialen Zusammenhalts. Sie ermöglicht Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen. Ohne Fachkräfte kann dies nicht gelingen. Deshalb ist es gut, jetzt zu handeln und mit ‚mach‘s machbar‘ zu starten“, fügte Dieter Schütz, Beigeordneter des LWV Hessen, hinzu.
Um dem zu begegnen, hat das Land nun die Werbe- und Imagekampagne zur Fachkräftesicherung in der Eingliederungshilfe gestartet, die bis zum 31. Dezember 2028 laufen wird. So sollen die Sichtbarkeit der Eingliederungshilfe in der Gesellschaft erhöht und Fachkräfte für das Berufsfeld gewonnen werden. Die Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtverbands Hessen, Dr. Yasmin Alinaghi, betonte in Butzbach, dass Berufe in der Sozialen Arbeit krisensicher und die Arbeit im höchsten Maße sinnstiftend seien, doch auch die Rahmenbedingungen stimmen müssten. Die Herausforderungen in der Eingliederungshilfe ließen sich nur gemeinsam bewältigen, ergänzte Carsten Tag, Vorsitzender des Arbeitskreises Eingliederungshilfe der Liga der freien Wohlfahrtspflege, und dazu bräuchte es entschlossenes Handeln, weniger Hürden und verlässliche Rahmenbedingungen, um Fachkräfte zu gewinnen und gute Teilhabe zu sichern. Der Start der Kampagne setze dafür ein wichtiges Signal,
Bereits jetzt besteht in Hessen die Möglichkeit, in der Eingliederungshilfe eine vom Land geförderte praxisintegrierte vergütete Ausbildung (PivA) zu absolvieren, zudem arbeitet das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales auf diesem Feld bereits eng mit der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Nun kommt die Kampagne hinzu, für die jetzt die dazugehörige Website www.machs-machbar.de und der Instagram-Account „machsmachbar“ offiziell freigeschaltet sind. Beiden Plattformen informieren über Chancen und Möglichkeiten in der Eingliederungshilfe und zeigen Einstiegsmöglichkeiten auf – vor allem lassen sie Menschen zu Wort kommen, die in der Eingliederungshilfe tätig sind und geben so einen Einblick in dieses spannende wie vielseitige Arbeitsfeld.