Nicht nur der Winter ist eine gefährliche Zeit für Menschen, die auf der Straße leben. Auch der Sommer birgt Gefahren. Menschen ohne Dach über dem Kopf haben nur wenig Möglichkeiten, sich vor der Hitze zu schützen.
Die Klimaerwärmung ist in den vergangenen Jahren massiv vorangeschritten. In den dicht versiegelten Innenstädten mit wenig Grünfläche heizt es sich an den Sommertagen massiv auf. Schon bei Temperaturen ab 25 Grad Celsius kann es dabei für Menschen auf der Straße gefährlich werden.
Immer weniger Möglichkeiten, ein schattiges Plätzchen unter einem Baum zu finden, sind für viele Menschen, die ihren Alltag auf der Straße bewältigen müssen, bittere Realität. Wassermangel, Kreislaufprobleme und Verbrennungen der Haut sind oftmals die Folge. Hinzu kommt, dass viele Menschen auf der Straße wegen Vorerkrankungen, Suchtproblemen oder schlechter Ernährung geschwächt sind.
Wir alle können helfen, wenn wir
eine Flasche Wasser einpacken und sie einem wohnungslosen Mitmenschen auf der Straße geben,
Sonnencreme/Kopfbedeckungen an die Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe spenden oder an die betroffenen Menschen direkt geben.
Aufmerksamkeit ist ein weiterer wichtiger Faktor. Wenn Sie Menschen beobachten,
die in der prallen Sonne sitzen und scheinbar schlafen, oder
die einen hochroten Kopf haben oder kalkweiß sind,
dann sprechen Sie die Person an. Im Notfall die 112 wählen.
Aufmerksamkeit kann sommers wie winters Leben retten.