
Auftakt für die Modellregion Werra-Meißner: Vorbereitungstreffen von Vertretern des Landeswohlfahrtsverbandes mit dem verantwortlichen Fachbereichsleiter für die Eingliederungshilfe in Nordhessen, Frank Nikutta (6.v.li.), des Landkreises und regionalen Einrichtungen im Inklusions- und Panorama-Hotel Kochsberg. Foto: Privat
Eschwege/Kassel (lwv): Der Werra-Meißner-Kreis wurde vom Landeswohlfahrtsverband Hessen als eine von nur zwei Regionen in ganz Hessen für ein besonderes Modellprojekt ausgewählt. Ziel ist es, Unterstützung für Menschen mit Behinderungen künftig besser abzustimmen, verständlicher zu organisieren und schneller auf den Weg zu bringen.
Ab Mai starten dazu erstmals sogenannte Teilhabe-Konferenzen. Dahinter steckt die Idee, dass alle wichtigen Beteiligten regelmäßig zusammenkommen, sich austauschen und gemeinsam Lösungen finden – statt nebeneinanderher zu arbeiten. Viele Menschen brauchen im Alltag Unterstützung – zum Beispiel beim Wohnen, bei der Arbeit oder bei der Bewältigung des täglichen Lebens.
Bei einem gemeinsamen Vorbereitungstreffen kamen Vertreterinnen und Vertreter des Landeswohlfahrtsverbandes, des Werra-Meißner-Kreises sowie der regionalen Einrichtungen und Träger der Unterstützungsangebote zusammen. Gastgeber des Treffens waren die Werraland Lebenswelten im Inklusions- und Panorama-Hotel Kochsberg – einem Ort, der selbst für gelebte Teilhabe steht und damit einen passenden Rahmen für den Austausch bot.
Der Vorstand der Werraland Lebenswelten, Georg Forchmann, bewertet die Auswahl des Werra-Meißner-Kreises als deutliches Zeichen: „Dass unser Landkreis Modellregion geworden ist, kommt nicht von ungefähr. Seit vielen Jahren arbeiten die Träger im Werra-Meißner-Kreis konstruktiv und vertrauensvoll zusammen. Diese gewachsene Zusammenarbeit war ein entscheidender Faktor für das Modellprojekt – zum Vorteil der Menschen, die hier Unterstützung benötigen.“
Das Projekt ist zunächst bis zum Ende des Jahres angesetzt. Danach wird geprüft, welche Erfahrungen gemacht wurden und ob sich der neue Ansatz bewährt. Ziel ist es, erfolgreiche Ideen später auch in anderen Regionen umzusetzen. Für den Werra-Meißner-Kreis bedeutet die Teilnahme schon jetzt: mehr Aufmerksamkeit, mehr Austausch – und die Chance, Vorreiter für eine verständlichere und menschlichere Organisation von Unterstützung zu sein.