
Visualisierung, das Ziel wie es nach der Renaturierung aussehen soll: Die Wohra schlängelt sich wieder als Bach durchs Gelände. (Bildmontage: WAGU)
19.12.2025
Kassel/Haina (lwv): In der ersten Januarhälfte 2026 startet mit den Arbeiten am oberen Stauteich der nächste Bauabschnitt der Renaturierungsmaßnahmen der Wohrateiche in Haina. So sehen es die Planungen von Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen und der Gesellschaft für Wasserwirtschaft, Gewässerökologie & Umweltplanung (WAGU GmbH) aus Kassel vor. „Mit Beginn dieser Arbeiten am Stauteich liegen wir im Zeitplan“, so LWV-Beigeordneter Dieter Schütz. „Wenn diese abgeschlossen sind, werden wir uns bereits eine Vorstellung vom zukünftigen Auenwald machen können.“
Dieser Bauabschnitt beginnt mit der Einrichtung der Baustelle oberhalb des Dammes des leeren Teiches. Im Anschluss werden die auf dem Damm gewachsenen Bäume gerodet. Im Bereich des Teiches wird lediglich ein Teil der nachgewachsenen Jungbäume gerodet. Danach kann die Firma mit den Erd- und Wasserbauarbeiten am Stauteich beginnen. Dazu gehört, dass die künstliche Flussrinne abgebaut und die Wohra in die taltiefste Stelle geleitet wird, wo sich das Wasser einen Ablauf suchen wird. Die Sohle des zukünftigen Bachbettes wird so gestaltet, dass Fische dort passieren und auch – wie etwa Forellen – dort laichen können. Um die derzeit noch bestehenden Höhenunterschiede zu überbrücken, werden Querbänke und schiefe Ebenen eingezogen. Dazwischen wird sich die Wohra nach und nach ihren Weg suchen und Jungbäume das Areal begrünen. „Wir rechnen damit, dass die Arbeiten dieses Bauabschnitts bis März abgeschlossen sein werden. Wir bitten um Verständnis, dass es bis dahin zeitweise verschmutzte Straßen, kurzfristigen Beeinträchtigungen des Verkehrs und Lärmbelästigungen geben wird“, ergänzt Dieter Schütz.
Anfang Januar werden parallel dazu noch die Bauarbeiten im „Kälbergrund“, der kurz vor Haina-Kloster zwischen der Wohra und der Kreisstraße 107 liegt, abgeschlossen. Dort sind drei weitere Wasserflächen neben den zwei bereits vorhandenen Auenbiotopen entstanden. Diese 3.000 Quadratmeter großen flachen, miteinander verbundenen Stillwasserbiotope bilden eine Weiherkette, die bereits heute zu erkennen ist. Diese Weiherkette wird durch den Gehlinger Bach gespeist. Damit dessen Wasserzulauf auch in wasserarmen Zeiten gewährleistet ist, wird im Januar dort noch ein so genanntes Aufteilungsbauwerk gesetzt.