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Pressemitteilung

Arbeitgeber gesucht


24.07.2014

Kassel/Wetzlar (lwv): In ganz Hessen werden Arbeitgeber gesucht, die Interesse haben, schwerbehinderte Männer und Frauen zu beschäftigen. Derzeit werden hierfür Prämien von jeweils mehreren tausend Euro im Rahmen von zwei Programmen gewährt. Daneben werden eine Reihe von Maßnahmen finanziert, mit denen die Integrationsfachdienste (IFD) Arbeitssuchende und Arbeitgeber bereits im Vorfeld unterstützen und begleiten, wenn nötig, auch während der beruflichen Eingliederung (Maßnahmen zur Heranführung und Begleitung). Petra Friedrich vom LWV Hessen Integrationsamt und Monika Scheuermann vom Integrationsfachdienst haben die Programme heute in Wetzlar vorgestellt.



  1. Initiative Inklusion nennt sich ein gemeinsames Programm der Bundesregierung und der Länder. Das so genannte Handlungsfeld 3 wird vom LWV Hessen umgesetzt: Ziel ist es, Arbeitsplätze für ältere schwerbehinderte Menschen zu schaffen. Über 50-Jährige soll der Zutritt zu nachhaltiger, also dauerhafter Beschäftigung ermöglicht werden. Betriebe können Inklusionsprämien von bis zu 13.000 Euro pro Arbeitsplatz in Anspruch nehmen. Außerdem gibt es die so genannten Maßnahmen zur Heranführung und Begleitung (siehe oben). Sie sind eine Besonderheit des hessischen Programms und tragen wesentlich zum Erfolg bei. Der neue Arbeitsplatz soll auf diese Weise für den schwerbehinderten Mitarbeiter/die schwerbehinderte Mitarbeiterin dauerhaft gesichert werden.

    Bislang wurden vom LWV in diesem Programm 258 Menschen vermittelt (Stand 30.6.). Insgesamt wurden 174 Mal Prämien an Arbeitgeber ausgezahlt.
    Es stehen – obwohl das vorgegebene Ziel damit schon bald erreicht sein dürfte – noch finanzielle Mittel für Prämien und Maßnahmen zur Verfügung, mit denen schwerbehinderte Männer und Frauen an eine Beschäftigung herangeführt und die Arbeitsplätze anschließend gesichert werden sollen.

  2. Ende Mai wurde HePAS ins Leben gerufen: Das Hessische Perspektivprogramm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen schwerbehinderter Menschen bietet Arbeitgebern ebenfalls eine Reihe finanzieller Anreize. Wenn Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzt werden, wird das ebenso gefördert wie Praktika oder Probebeschäftigungen. Das neue Programm HePAS, das die Vermittlung schwerbehinderter Männer und Frauen aus allen Altersgruppen zum Ziel hat, wird getragen vom Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. Insgesamt 30 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe stellt der LWV für das Programm bereit. LWV und Sozialministerium möchten Schwerbehinderten auf diese Weise einen gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen. 
    Der LWV, der es praktisch umsetzt, arbeitet eng mit der Agentur für Arbeit und den Jobcentern zusammen.


Unternehmen und Behörden, die schwerbehinderte Männer und Frauen beschäftigen, profitieren nicht nur von den Prämien: 

  • Sie gewinnen Fachkräfte, die auf dem Markt rar sind.

  • Schwerbehinderte zeichnen sich oft durch ein hohes Maß an Engagement und Zuverlässigkeit aus. Sie möchten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

  • Darüber hinaus können Arbeitgeber die gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquote erfüllen (Unternehmen und Dienststellen mit 20 oder mehr Mitarbeitern müssen 5 Prozent schwerbehinderte Männer und Frauen beschäftigen) und zahlen weniger oder gar keine Ausgleichsabgabe mehr.


Ansprechpartnerinnen sind 

Petra Friedrich und Andrea Wiesenhütter (Integrationsamt) 
Kölnische Straße 30
34117 Kassel
Telefon 0561 1004 - 2208 oder - 2860
E-Mail petra.friedrich@lwv-hessen.de oder andrea.wiesenhuetter@lwv-hessen.de 

Bildungswerk der hessischen Wirtschaft e. V.
Integrationsfachdienst 
Monika Scheuermann / Agnes Groß
Charlotte Bamberg Str. 10
35578 Wetzlar
Tel. 06441 9015 - 18
E-Mail scheuermann.monika@bwhw.de oder gross.agnes@bwhw.de 

Arbeitsuchenden schwerbehinderten Menschen werden Chancen eröffnet, mit den unterstützenden Maßnahmen eine nachhaltige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bekommen und dauerhaft zu behalten. Bei Interesse setzen Sie sich mit Ihrer zuständigen Beraterin oder Ihrem Berater bei der Agentur für Arbeit oder deren Jobcenter in Verbindung.


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