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Integrierte Teilhabeplanung in den Pilotregionen


Ich weiß selbst, was gut für mich ist!

Eine Information





Was bedeutet Integrierte Teilhabeplanung (ITP Hessen)?

Integrierte Teilhabeplanung (ITP Hessen) ist ein wichtiger Baustein eines Verfahrens im Bereich der Behindertenhilfe.
Mit diesem neuen Verfahren möchten wir Menschen mit Behinderung noch mehr als bisher in den Mittelpunkt stellen: Sie sollen mehr in die Planung ihrer Hilfen eingebunden werden. Sie sollen mit entscheiden, wie viel Unterstützung sie benötigen und von wem sie unterstützt werden möchten. Ihre Wünsche und Ziele sollen noch mehr berücksichtigt werden, als dies bisher schon der Fall war.
Diese Planung und das Gespräch in der Hilfeplankonferenz bilden die Grundlage für die an der Zeit ausgerichtete Bezahlung. So können Hilfen besser auf die persönliche Situation zugeschnitten werden. Das gesamte Verfahren heißt „personenzentrierte Leistungssystematik“.

Grundgedanken der ITP Hessen sind:

  • Die Teilhabeplanung erfolgt für alle Lebensbereiche (z.B. für Arbeit, Wohnen, Freizeit).


  • Welche und wie viele Leistungen erbracht werden, hängt vom Bedarf des Menschen ab.


  • Die nötigen Hilfen und Leistungen richten sich nach Zielen. Das heißt, gemeinsam wird überlegt, welche Ziele erreicht werden sollen und was dafür benötigt wird. Dabei steht im Vordergrund, was der Mensch von sich aus schon kann.


  • Auf Veränderungen kann besser reagiert werden. Zum Beispiel, wenn weniger oder mehr Unterstützung benötigt wird oder ein Wohnortwechsel ansteht oder sich etwas an der Lebenssituation ändert und so weiter.



... Und was heißt das für Sie konkret? Wie funktioniert das?

Sie besprechen mit Ihrer Betreuungsperson, welche Ziele und Wünsche für einen bestimmten Zeitraum Sie haben und was zu tun ist, damit Sie diese Ziele erreichen können. Und Sie überlegen gemeinsam, welche Unterstützung Sie brauchen und wie viel. Das Ergebnis dieses Gespräches wird von ihrer Betreuungsperson im ITP Bogen festgehalten und von Ihnen unterschrieben.

Ein Beispiel macht es vielleicht deutlich:

Frau S. möchte mit Ihrem Partner zusammen ziehen und braucht eine größere Wohnung. Es gibt eine Menge Dinge zu erledigen: Wohnungssuche, Renovierung, Umzug, Behördengänge und viele andere Dinge. Hier kommt jetzt die Person ins Spiel, die Frau S. für ihre Unterstützung ausgewählt hat. In diesem Fall Herr P. Er hilft Frau S. bei allen Dingen, die für den Umzug organisiert und geklärt werden müssen und bei denen Frau S. Unterstützung benötigt.
Herr P. begleitet Frau S. auch bei den Behördengängen, wenn sie das möchte.


Als nächster Schritt wird die Planung in der Hilfeplankonferenz besprochen. Zu dieser Hilfeplankonferenz sind Sie herzlich eingeladen. Denn hier wird gemeinsam besprochen, was Sie sich an Hilfe wünschen, was Sie von wem bekommen und welche Ansprüche Sie haben.

Die dort gemeinsam getroffenen Absprachen gelten für eine bestimmte Zeit, z.B. für ein Jahr. Danach wird geprüft, ob alles geklappt hat und ob sich etwas verändert hat. Dann wird die ITP gegebenenfalls an die Lebenssituation angepasst.


Was ändert sich für Sie?

Es soll nicht „für Sie gedacht“ und „für Sie gemacht“ werden. Ihre Wünsche und Ziele sollen zum Ausgangspunkt der Planung von Hilfe werden.

Sie sind Experte in eigener Sache.

Unser gemeinsames Ziel ist, Ihre Selbstbestimmung und Eigenverantwortung zu stärken. Dafür sollen Sie aktiv in die Planung einbezogen werden.

Sagen Sie uns auch, was Ihnen nicht gefällt, was sich ändern soll.

Denn Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Selbstbestimmung, Teilhabe, altersgemäße Behandlung, respektvollen Umgang, sich auszuprobieren und auch das Recht Fehler zu machen.

In erster Linie möchten wir dem Menschen

EIN SELBSTBESTIMMTES LEBEN

ermöglichen.



Welche Stellen sind an der Integrierten Teilhabeplanung beteiligt?

  • Landeswohlfahrtsverband Hessen


  • örtliche Sozialhilfeträger (Landkreis Fulda und Werra-Meißner-Kreis) und


  • Dienste und Einrichtungen der Behindertenhilfe im Landkreis Fulda und im Werra- Meißner-Kreis


Region Werra-Meißner:

  • AUFWIND Verein für seelische Gesundheit e.V.

  • Hephata Hessisches Diakoniezentrum e. V.

  • Lichtenau e.V.

  • Kreiskrankenhaus Eschwege GmbH


Region Fulda:

  • AIDS-Hilfe Fulda e.V.

  • Caritasverband für die Diözese Fulda e.V.

  • Caritasverband für Stadt und Landkreis Fulda

  • Diakoniezentrum für psychisch Kranke in Fulda gGmbH

  • Mediana Unternehmensgruppe, Quartier Josefsgarten

  • Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Fulda

  • St. Antoniusheim gGmbH

  • Tanner Diakoniezentrum gemeinnützige GmbH

  • Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen e.V.

  • WABe gGmbH


Das hier beschriebene Gesamtverfahren (Personenzentrierte Leistungssystematik) wird zur Zeit in diesen beiden (Pilot-)Regionen erprobt und dabei ist Ihre Mitwirkung ganz wichtig. Denn es geht um Sie.

Bei Fragen können Sie sich an die Betreuungspersonen in den jeweiligen Einrichtungen/ Diensten oder an die zuständigen Sachbearbeiter/- innen beim LWV Hessen wenden.


Ansprechpersonen beim LWV Hessen sind:

Fachbereich für Menschen mit einer körperlichen oder einer Sinnesbehinderung; Menschen mit HIV und Aids

Daniela Wunsch
(Landkreis Fulda)
Tel.: 0561 1004 - 2721

Benjamin Köhler
(Werra-Meißner-Kreis)
Tel.: 0561 1004 - 2694


Fachbereich für Menschen mit einer geistigen Behinderung

Tanja Goebel
Tel.: 0561 10 04 - 2744


Fachbereich für Menschen mit seelischen Behinderungen und Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen

Sandra Beyer
Tel.: 05 61 10 04 - 2697





Der Landeswohlfahrtsverband Hessen ist ein Zusammenschluss der Landkreise und kreisfreien Städte, dem soziale Aufgaben übertragen wurden.

  • Er unterstützt behinderte, psychisch kranke und sozial benachteiligte Menschen in ihrem Alltag und im Beruf.


  • Er betreut Kriegsbeschädigte, deren Angehörige und Hinterbliebene.


  • Er ist Träger von Förderschulen und Frühförderstellen.


  • Er ist Alleingesellschafter der Vitos GmbH, die einen wesentlichen Teil der psychiatrischen Versorgung in Hessen sicherstellt
  • .


www.lwv-hessen.de


Das Projekt PerSEH - Personenzentrierte Steuerung der Eingliederungshilfe Hessen:

Der LWV Hessen ist bestrebt, unterstützende Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen sind erklärte Ziele dieser Arbeit. Dafür wurden verschiedene Projekte und Angebote entwickelt und eingesetzt.

Ein solches Projekt ist „PerSEH“ - Personenzentrierte Steuerung der Eingliederungshilfe Hessen“.

Das Projekt „PerSEH“ dient dazu, zusammen mit Leistungserbringern in den Pilotregionen dieses neue Verfahren umzusetzen und zu erproben.
Das neue Verfahren bestehend aus Integrierte Teilhabeplanung (ITP Hessen), Hilfeplankonferenzen (HPK) und einer zeitbasierten Vergütung, soll personenzentrierte Hilfen für alle Menschen mit Behinderung in der Eingliederungshilfe gewährleisten.

Projektleitung Barbara Oerder

Bei Fragen zum Gesamtprojekt:

Tel. 0561 1004 - 2698
Fax 0561 1004 - 1698
E-mail barbara.oerder@lwv-hessen.de





Impressum:

Herausgeber:
Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV)
Ständeplatz 6-10, 34117 Kassel

Internet:
www.lwv-hessen.de

Text, Redaktion, Gestaltung:
Fachbereich 202

Druck:
Druckerei des LWV Hessen

Stand:
Oktober 2009