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Integrationsamt
Landeswohlfahrtsverband Hessen

1 / Ziele, Aufgaben und Leistungen des Integrationsamtes
Eine Information für schwerbehinderte Menschen und deren Arbeitgeber





DAS INTEGRATIONSAMT - PARTNER FÜR BEHINDERTE MENSCHEN IM BERUF

Das Integrationsamt beim Landeswohlfahrtsverband Hessen ist ein wichtiger Leistungsträger für berufstätige behinderte Menschen in Hessen. Mit seinen Angeboten trägt es dazu bei, die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben dauerhaft zu sichern. Die vielfältigen Angebote werden aus Mitteln der Ausgleichsabgabe finanziert.

HILFEN NACH DEM SOZIALGESETZBUCH IX - TEIL 2

In hessischen Unternehmen und Verwaltungen arbeiten rund 90.000 schwerbehinderte Menschen. Wenn es erforderlich ist, erhalten Arbeitnehmer und Arbeitgeber Leistungen und Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch IX - Teil 2.
Diese Leistungen bekommen Arbeitnehmer auch dann, wenn sie von der Agentur für Arbeit schwerbehinderten Menschen „gleichgestellt“ sind. Die Teilhabe am Arbeitsleben fördert das Integrationsamt in vielfältiger Weise:


PRÄVENTION

Zeichnen sich im Betrieb oder in der Dienststelle Schwierigkeiten ab, die das Arbeitsverhältnis eines behinderten Arbeitnehmers gefährden, können sich der Arbeitgeber oder die Mitglieder des betrieblichen Integrationsteams (Schwerbehindertenvertretung, Betriebs- oder Personalrat, Beauftragte des Arbeitgebers) an das Integrationsamt wenden. Die Mitarbeiter stehen beratend zur Seite und unterbreiten Vorschläge zur Problemlösung. Dies sind persönliche, technische oder finanzielle Hilfen, die das Integrationsamt oder von ihm beauftragte Dienste erbringen. Sie sollen die berufliche Tätigkeit der behinderten Menschen erleichtern, sichern und begleiten.


BEGLEITENDE UND ANDERE HILFEN IM ARBEITSLEBEN

Mit Zuschüssen und Darlehen hilft das Integrationsamt behinderten Arbeitnehmern und ihren Arbeitgebern bei
  • der Gestaltung des Arbeitsplatzes

  • der Beschaffung notwendiger Hilfsmittel

  • arbeitserleichternden Modernisierungen

  • der Neuschaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen

  • außergewöhnlichen Belastungen, die Arbeitgebern im Zusammenhang mit der Beschäftigung eines behinderten Arbeitnehmers entstehen
  • Maßnahmen der beruflichen Qualifikation
  • der Gründung und Erhaltung einer selbständigen beruflichen Existenz

  • Leistungen für eine Arbeitsassistenz.
Diese Leistungen werden in Abstimmung mit anderen Leistungsträgern (z. B. Agentur für Arbeit, Deutsche Rentenversicherung) erbracht.
Bestehen keine Ansprüche gegenüber diesen Trägern, übernimmt das Integrationsamt darüber hinaus Leistungen, die die Mobilität erhalten.


INTEGRATIONSPROJEKTE

In Integrationsprojekten werden schwerbehinderte Menschen beschäftigt, deren Vermittlung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf Grund der Art und Schwere ihrer Behinderung auf besondere Schwierigkeiten stößt. Für Aufbau, Erweiterung, Modernisierung, Ausstattung und betriebswirtschaftliche Beratung können diese Projekte finanzielle Leistungen vom Integrationsamt erhalten.


INSTITUTIONELLE FÖRDERUNG

Die Einrichtungen zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben, dazu gehören insbesondere Berufsförderungs- und Berufsbildungswerke sowie Werkstätten für behinderte Menschen, können vom Integrationsamt gefördert werden. Die Leistungen dienen der Schaffung, Erweiterung, Modernisierung oder Ausstattung dieser Einrichtungen.


QUALITÄT DER LEISTUNGEN

Damit das Integrationsamt qualitativ gute Leistungen erbringt, gibt es einen Technischen Beratungsdienst, der Betriebe und Dienststellen bei technischen Fragestellungen unterstützt. Außerdem finanziert das Integrationsamt ein Netz von Integrationsfachdiensten in Hessen, die schwerbehinderte Menschen und ihre Arbeitgeber beraten und auch über einen längeren Zeitraum unterstützen.
Für gehörlose und hörbehinderte Menschen gibt es spezielle Fachkräfte, die sich mit Kommunikationsproblemen auskennen und bei deren Lösung mitwirken.


UND WENN KEIN AUSWEG BLEIBT ...

… dann gibt es noch den besonderen Kündigungsschutz. Der besagt, dass Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit einem schwerbehinderten Arbeitnehmer erst dann kündigen können, wenn das Integrationsamt zugestimmt hat. In dem Verfahren wird nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, um das Arbeitsverhältnis fortzusetzen. Das Integrationsamt muss dabei die Belange beider Seiten berücksichtigen und gegeneinander abwägen. Kündigungsfristen behalten ihre Gültigkeit.


AUFKLÄRUNGS- UND SCHULUNGSARBEIT

Zur Sicherung der Arbeitsverhältnisse behinderter Menschen ist es wichtig, dass mit der Teilhabe am Arbeitsleben beschäftigte Personen und ihre Arbeitgeber über die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten gut informiert sind. Dazu bietet das Integrationsamt eine Vielzahl von Publikationen sowie eine aktuelle Internetseite an.
In den regelmäßig stattfindenden Kursen für die Integrationsteams werden die Rechte und Pflichten von Arbeitgebern, schwerbehinderten Arbeitnehmern und Schwerbehindertenvertretungen behandelt, ebenso die finanziellen Leistungen des Integrationsamtes und anderer Stellen besprochen. Interessierte können beim Integrationsamt das jährliche Kursangebot anfordern, sich im Internet informieren und elektronische Anmeldungen/Buchungen vornehmen.


ERHEBUNG DER AUSGLEICHSABGABE

Alle Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitnehmern müssen 5 % der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen besetzen. Kommt ein Arbeitgeber dieser Beschäftigungspflicht nicht nach, so muss er für jeden nicht besetzten Arbeitsplatz eine Ausgleichsabgabe zwischen 115 € und 290 € monatlich an das Integrationsamt zahlen. Die Höhe richtet sich nach der Beschäftigungsquote und der Betriebsgröße.
Die Einnahmen aus der Ausgleichsabgabe sind ein Sondervermögen, das nur für die besonderen Leistungen zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben verwendet werden darf.


WER IST ZUSTÄNDIG?
WO WERDEN ANTRÄGE GESTELLT?


  • Feststellung eines Grades der Behinderung,
    Erstellung eines Ausweises:
    Hessisches Amt für Versorgung und Soziales
  • Gleichstellung:
    Agenturen für Arbeit
  • Besonderer Kündigungsschutz:
    Integrationsamt
  • Beratung von Arbeitgebern und schwerbehinderten Arbeitnehmern:
    Integrationsamt und Integrationsfachdienst
  • Gewährung finanzieller Leistungen:
    Reha-Träger, Agenturen für Arbeit, Integrationsamt



WEITERE AUSKÜNFTE

Wenn Sie weitergehende Fragen zu den Zielen, Aufgaben und Leistungen des Integrationsamtes haben, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.


KONTAKTE

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Integrationsamt

Kölnische Str. 30
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Tel. 0561 1004 - 0
Bildtel. 0561 5214908
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Tel. 06151 801 - 0
Fax 06151 801 - 234


Unsere hessenweite E-Mail-Adresse:
kontakt-integrationsamt@lwv-hessen.de

Besuchen Sie uns im Internet:
www.integrationsamt-hessen.de




Der Landeswohlfahrtsverband Hessen ist ein Zusammenschluss der Landkreise und kreisfreien Städte, dem soziale Aufgaben übertragen wurden.

  • Er unterstützt behinderte, psychisch kranke und sozial benachteiligte Menschen in ihrem Alltag und im Beruf.
  • Er betreut Kriegsbeschädigte, deren Angehörige und Hinterbliebene.

  • Er ist Träger von Förderschulen und Frühförderstellen.
  • Er ist Alleingesellschafter der Vitos GmbH, die einen wesentlichen Teil der psychiatrischen Versorgung in Hessen sicherstellt.

  • Er ist für die Schaffung von Arbeitsplätzen für ältere schwerbehinderte Menschen im Rahmen der Initiative Inklusion zuständig.





Impressum

Herausgeber
Landeswohlfahrtsverband Hessen
Ständeplatz 6-10, 34117 Kassel

Text
Integrationsamt

Redaktion
Marco Steinbach

Gestaltung
Heiko Horn

Druck
Druckerei des LWV Hessen

Stand
Oktober 2014

Internet
www.lwv-hessen.de