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Landeswohlfahrtsverband Hessen


Integrationsamt: Partner in
Sachen Arbeit und Behinderung



Tätigkeitsbericht 2003/2004






Impressum:

Herausgeber:
Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV)
Integrationsamt
Ständeplatz 6-10
34117 Kassel

Internet: www.lwv-hessen.de
E-Mail: kontakt-integrationsamt@lwv-hessen.de

Redaktion und Gestaltung:
Rosita Schlembach, LWV Integrationsamt Hessen
Druck: Caldener Werkstätten, eine Einrichtung der Baunataler Werkstätten e. v.

Gedruckt auf 100 % chlorfrei gebleichtem Papier
Stand: Mai 2004




Inhaltsverzeichnis:

1. LWV Integrationsamt Hessen (Integrationsamt): Partner in Sachen Arbeit und Behinderung

2. Ziele und Aufgaben

3. Personenkreis

4. Entwicklung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen und der Beschäftigungsquote bei beschäftigungspflichten Arbeitgebern


5. Ausgleichsabgabe – Einnahmen

6. Ausgleichsabgabe – Ausgaben

6.1 Leistungen an Arbeitgeber

6.2 Förderung von Integrationsprojekten


6.3 Leistungen an schwerbehinderte Menschen

6.4 Arbeitsmarktprogramme


6.5 Integrationsfachdienste

6.6 Dienstleistungen für hörbehinderte Menschen im Arbeitsleben

6.7 Institutionelle Förderung

6. 8 Forschungs- und Modellvorhaben auf dem Gebiet der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben


7. Prävention, Integrationsvereinbarung und Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen

7.1 Prävention bei Arbeitsplatzgefährdung

7.2 Der Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen


7.3 Schutz für schwerbehinderte Beamte

8. Aufklärungs- und Schulungsmaßnahmen

9. Zielsetzungen des Integrationsamtes





1.
LWV Integrationsamt Hessen (Integrationsamt): Partner in Sachen Arbeit und Behinderung


Mit unserem Tätigkeitsbericht informieren wir über unsere Aktivitäten und Leistungen im Jahr 2003. Wir haben die neuen Instrumente des SGB IX wie
  • betriebliche Prävention,

  • Integrationsvereinbarungen,

  • Integrationsprojekte,

  • Netz der Integrationsfachdienste, im gemeinsamen Auftrag der Arbeitsverwaltung und des Integrationsamtes,

  • Arbeitsassistenz

umgesetzt und damit wirksam dazu beigetragen, dass möglichst viele Arbeitsverhältnisse für schwerbehinderte Menschen geschaffen und gesichert werden konnten.
Leider wird es immer schwieriger, angesichts der weiterhin unbefriedigenden wirtschaftlichen Eckdaten, des Anstiegs der allgemeinen Arbeitslosigkeit, der Konjunkturkrise am Rande einer Rezession und der Krise der öffentlichen Haushalte, den Bereich der beruflichen Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben positiv zu gestalten.

Die Zahl der Anträge auf Zustimmung zur Kündigung und Beendigung von Arbeitsverhältnissen schwerbehinderter Menschen ist im Jahr 2003 erneut angestiegen auf 3.302 (2.742 im Jahr 2002). Diese Tatsache bindet die personellen Ressourcen des Integrationsamtes in erheblichem Maße. Erfreulich ist aber auch, dass es uns gelungen ist, die Leistungen im Rahmen der präventiv wirkenden Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben zum Wohle der schwerbehinderten Menschen und der sie beschäftigenden Arbeitgeber zu steigern. Der Tätigkeitsbericht 2003 des Integrationsamtes dokumentiert und erläutert diese Arbeit.

2. Ziele und Aufgaben

Ziel der Arbeit des Integrationsamtes ist es, das Recht schwerbehinderter Menschen auf Teilhabe am Arbeitsleben zu verwirklichen. Das Integrationsamt wirkt darauf hin, dass die schwerbehinderten Menschen in ihrer sozialen Stellung nicht absinken, auf Arbeitsplätzen beschäftigt werden, auf denen sie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse voll verwerten und weiterentwickeln können, um sich am Arbeitsplatz und im Wettbewerb mit nicht behinderten Menschen zu behaupten und eine gesellschaftlich akzeptierte Arbeitsleistung zu erbringen.
Ist eine berufliche Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr auf Dauer zu erreichen, unterstützt das Integrationsamt bei der Entwicklung von Beschäftigungsalternativen oder begleitet das sozialverträgliche Ausscheiden aus dem Erwerbsleben.
Für die Erreichung dieser Ziele und zur Erledigung der Aufgaben steht dem Integrationsamt ein vielfältiges Instrumentarium zur Verfügung. Finanzielle- und Beratungsdienstleistungen richten sich an schwerbehinderte Menschen, deren Arbeitgeber und betriebliche Funktionsträger. Die dem Integrationsamt zur Verfügung stehenden Mittel gehen darüber hinaus an Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, an Integrationsprojekte, an die Träger der Integrationsfachdienste oder werden für Aufklärung und Schulung eingesetzt.

Grafik:

Leistungen des Integrationsamtes
ZGM Behinderte Menschen im Beruf


An schwerbehinderte Menschen
An Arbeitgeber schwerbehinderter Menschen
An Integrationsfachdienste
An Integrationsprojekte
Für Aufklärung, Information und Schulung
An Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation


Das Integrationsamt hat folgende Aufgaben:
  • Erhebung der Ausgleichsabgabe

  • Durchführung der Prävention und des Kündigungsschutzes für
    schwerbehinderte Arbeitnehmer

  • Schutz für schwerbehinderte Beamte und Beamtinnen

  • Gewährung Begleitender Hilfen im Arbeitsleben

  • Förderung von Integrationsprojekten

  • Förderung von Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation

  • Finanzierung des Dienstleistungsangebots der Integrationsfachdienste

  • Finanzierung regionaler Forschungs- und Modellvorhaben