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Klostermuseum Merxhausen

"Museum des Monats" wartet auf Besucher


Blick in die Dauerausstellung "Lebensbilder - Leidensbilder - Frauenbilder"

Blick in die Dauerausstellung "Lebensbilder - Leidensbilder - Frauenbilder" im Klostermuseum Bad Emstal-Merxhausen (Foto: Jan Richter)

Das Klostermuseum in Bad Emstal-Merxhausen ist nach langer Corona-Pause ab 5. September wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Der Kultur- und Geschichtsverein lädt an diesem Tag ab 14 Uhr zu gleich zwei Präsentationen ein: zum einen der Dauerausstellung "Lebensbilder - Leidensbilder - Frauenbilder"; zum anderen zu einer Sonderausstellung mit Werken der Wolfhager Künstlerin Gisela Petschner.

Das Klostermuseum ist dann bis zum 31. Oktober an jedem Wochenende von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Besuchergruppen können telefonisch Termine für Führungen vereinbaren (0170-2163756 oder 0173-3121949).

Die geltenden Hygieneregeln wie Registrierung, Händedesinfektion, Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, Mindestabstand, besondere Wegeführung etc. müssen eingehalten werden.

Dauerausstellung zeigt 800 Jahre Frauengeschichte

In acht Jahrhunderten Kloster-, Hospitals- und Klinikgeschichte in Merxhausen sind stets Frauen als Nonnen, Patientinnen, Pflegerinnen und Angestellte im Ort nachweisbar. Die Dauerausstellung "Lebensbilder - Leidensbilder - Frauenbilder" im Klostermuseum wirft Schlaglichter auf einzelne dieser Frauen. Die Biographien erschließen die Medizin- und die Sozialgeschichte der Merxhäuser Einrichtung.

Für Konzeption und Präsentation der Ausstellung wurde das Klostermuseum Ende August als "Museum des Monats" von Wissenschaftsministerin Angela Dorn ausgezeichnet.  Schirmherrin der Dauerausstellung ist LWV-Landesdirektorin Susanne Selbert.

Werke von Gisela Petschner

Von Gisela Petschner (1913 bis 2007) werden in einer Sonderausstellung 17 ausdrucksstarke Druckwerke (Monotypen) zum 1935 entstandenen Bauernpsalm des flämischen Malers und Schriftstellers Felix Timmermanns sowie weitere Gemälde, Zeichnungen und Linolschnitte gezeigt. Die Künstlerin wurde in Saaz (Sudentenland) geboren und fand in Dresden zur Kunst. In Rom und Mainz studierte sie Malerei und kam 1952 nach Wolfhagen.

1963 bis 1983 wirkte sie als Kunsttherapeutin im Psychiatrischen Krankenhaus Merxhausen. Dort entstanden rund 8.000 Patienten-Kunstwerke, die sie der Prinzhornsammlung in Heidelberg übergab. Die Sonderausstellung in Merxhausen wird bis zum 31. Oktober zu sehen sein.

Die mittelalterliche Klosteranlage in Bad Emstal-Merxhausen wurde im 16. Jahrhundert unter Landgraf Philipp von Hessen zu einem Hospital umfunktioniert und wird von Vitos Kurhessen, einer Einrichtung des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen, noch heute als psychiatrische Klinik genutzt.


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