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Gemeindepsychiatrie in Hessen

Mehr als 2,8 Millionen Euro Förderung


Beratungssituation in der PSKB Wetterau - IB Südwest gGmbH für Bildung und soziale Dienste (Foto: IB Südwest)

31. August 2021 

Kassel (lwv): Mit mehr als 2,8 Millionen Euro wird der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen in diesem Jahr die Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) in Hessen unterstützen. Das hat der Verwaltungsausschuss des LWV heute beschlossen. Die PSKB sind ein gemeindenahes Angebot für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige. Sie sind Begegnungszentren, Beratungsstellen und sie helfen Betroffenen, ihren Tag zu strukturieren. "Gerade während der langen Zeit der Corona-Krise sind die Angebote enorm wichtig für die Menschen", betont Landesdirektorin Susanne Selbert. "Deshalb gebührt den PSKB großer Dank, dass sie mit langem Atem die Herausforderung angenommen haben, unter ständig wechselnden Rahmenbedingungen Kontakte zu ermöglichen und mithilfe von Telefon und Video Alternativangebote einzurichten."

In Hessen gibt es 72 solcher Einrichtungen, in denen Männer und Frauen, die dauerhaft psychisch erkrankt sind, vorübergehend oder auch langfristig Unterstützung finden - oft im Anschluss an einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik. Die PSKB gehören häufig zu Psychosozialen Zentren, einem Verbund, zu dem auch Tagesstätten und Betreutes Wohnen zählen. 47 verschiedene Träger halten diese Angebote in Hessen bereit.

In PSKB können die Menschen sich untereinander austauschen oder mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern reden, die sie etwa an andere Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen in der Region vermitteln. In den PSKB wird ihnen geholfen, ihren Tag gemeinsam zu planen und zu gestalten. Es gibt keine verbindliche Teilnahme: Das Angebot ist offen. Weil die PSKB während der Corona-Krise ihre persönlichen Kontakte nicht wie gewohnt aufrechterhalten konnten, haben die meisten von ihnen Alternativen angeboten: Treffen im Außenbereich, begleitete Spaziergänge, Video-Gespräche und vermehrte Telefonkontakte. Gerade bei der Telefonberatung haben einige PSKB eine stark erhöhte Nachfrage zu verzeichnen.

Die Förderung des LWV deckt rund 30 Prozent der Kosten einer PSKB und richtet sich nach der Einwohnerzahl im Versorgungsgebiet.


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