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Gedenkstunde zum 27. Januar

"Aus Schicksal der Opfer Lehren ziehen"


Dr. Felix Klein bei seiner Gedenkrede

Dr. Felix Klein, Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, hielt die zentrale Gedenkrede vor rund 150 Gästen im Hessischen Landtag (Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei/Stefan Krutsch)

25.01.2024

"Wir erinnern und verneigen uns vor den Opfern des Nationalsozialismus, auch um unserer selbst willen. Denn eine Erinnerung ohne die Verpflichtung, im Hier und Jetzt zu handeln und alles dafür zu tun, dass solches Unrecht nie wieder geschieht, bleibt unvollkommen", sagte der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, in der zentralen Gedenkrede gestern vor rund 150 Gästen im Hessischen Landtag. "Am 27. Januar halten wir jedes Jahr inne, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Wir gedenken aller Menschen, die entrechtet, verfolgt, beraubt, vertrieben und ermordet wurden, denen barbarische Ungerechtigkeit und unvorstellbares Leid widerfahren ist", so Klein weiter und betonte: "Wir schulden es den Opfern, dass wir die Erinnerung lebendig halten."

Eingeladen zu der Gedenkstunde gestern Abend aus Anlass des bundesweiten Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am kommenden Samstag (27. Januar) hatten Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Hessens Ministerpräsident Boris Rhein, die Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen, Susanne Selbert, der Präsident des Hessischen Städtetages, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der Präsident des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, Viernheims Bürgermeister Matthias Baaß, sowie der Präsident des Hessischen Landkreistages, Landrat Wolfgang Schuster (Lahn-Dill-Kreis).

Astrid Wallmann eröffnete die Gedenkstunde mit den Worten: "Wir erinnern uns heute der dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte und gedenken der zahllosen Menschen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Es ist unser aller Pflicht, dafür Sorge zu tragen, auch 80 Jahre später durch ein lebendiges Erinnern sicherzustellen, dass die Opfer nicht vergessen werden und wir aus ihrem Schicksal Lehren für unsere Gegenwart ziehen. Gerade die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit haben uns gezeigt: Wir müssen unsere Anstrengungen in dieser Hinsicht – insbesondere mit Blick auf die Bekämpfung des Antisemitismus – noch verstärken."

Auch Boris Rhein betonte in seinem Grußwort: "Wir haben die immerwährende Verpflichtung, gemeinsam zu gedenken und sicherzustellen, dass die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus lebendig bleibt."

Das Streichtrio der Jungen Musik Hessen umrahmte die Gedenkveranstaltung musiikalisch

Das Streichtrio der Jungen Musik Hessen mit Lena Gomez (Violine), Leonie Welt (Violine) und Judith Sauer (Viola) umrahmte die Gedenkveranstaltung musikalisch unter anderem mit Musik aus dem Film „Schindlers Liste“.

Hintergrund

Der 27. Januar wird in Deutschland seit dem Jahr 1996 als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Er erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945, in dem mehr als eine Million Menschen systematisch ermordet wurden. In Hessen wird die jährliche Gedenkveranstaltung von Landtag und Landesregierung sowie den Kommunalen Spitzenverbänden und dem Landeswohlfahrtsverband Hessen gemeinsam getragen. Alle zwei Jahre findet die Gedenkstunde im Hessischen Landtag statt.


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